AbgasskandalIm Zuge des Abgasskandals wird nun die Audi AG, eine Tochtergesellschaft des VW Konzerns, verklagt. Kläger ist der Verband der markenunabhängigen Fuhrparkmanagementgesellschaften e.V. (VMF).

Der Verband repräsentiert eigenen Angaben zufolge mit ungefähr 90.000 Bestands-Fahrzeugen den größten deutschen VW Kunden. Er vermarktet Leasingrückläufer als Gebrauchtwagen. Zu den Fahrzeugen im Bestand des VMF gehören auch vom Abgasskandal betroffene PKW der Marke Audi die mit Motoren aus der Baureihe EA 189 fahren.

Subventionspakete für Vertragshändler

Hintergrund der Klage ist, dass nach Angaben des VMF´s Vertragshändler der Audi AG in den Genuss eines besonderen Subventionspaketes kommen würden, indem Audi eine 5-jährige Garantie für die PKW, kostenlose Servicearbeiten über einen Zeitraum von zwei Jahren, sowie eine 0% Finanzierung gewährt. Die entstehenden Kosten sollen dabei von der Audi AG übernommen werden. Dieses Angebot steht freien und privaten Verkäufern jedoch nicht zur Verfügung. Der VMF sieht darin den freien Handel benachteiligt. In der Pressemitteilung des VMF heißt es dazu: „Dies wirkt sich auch negativ auf alle Verkäufer von Audi-Gebrauchtwagen aus.

[…] Die beim Vertragsbeginn kalkulierten Preise werden für alle von der Abgasmanipulation betroffenen Fahrzeuge des Volkswagenkonzerns in der Regel nicht mehr erzielbar sein, denn die möglichen Käufer können Risiken und Folgewirkungen der Abgasmanipulation nicht einschätzen.“

Durch den Abgasskandal wären im Bereich der Gebrauchtwagenvermarktung bei Fahrzeugen mit manipulierten Motoren wirtschaftliche Schäden entstanden oder werden noch entstehen, da die Käufer der vom Abgasskandal betroffenen Fahrzeuge bewusst getäuscht worden wären.

Michael Velte, Vorstandsvorsitzender des VMF, meint dazu, dass wenn sich der durch den Abgasskandal entstandene Schaden erst beim Verkauf des Gebrauchtwagens realisiert, so müsse der Hersteller dafür haften. Die Trust-Kampagne der Audi AG verfolge damit nur den Zweck, die durch den Abgasskandal entstandenen Schäden für den Konzern zu begrenzen. Das Subventionspaket der Audi AG sei nur geschnürt worden, um das Preisniveau der eignen vom Abgasskandal betroffenen Fahrzeuge zu sichern. Letztlich zeige der VW Mutterkonzern damit deutlich, dass man von einer Wertminderung im Zuge der Abgasmanipulation bei betroffenen Fahrzeugen ausgehe.


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