Schlun & Elseven bei ntv zum Asyl-Skandal

Rechtsanwältin Valerie Tiet war am 30.05.2018 bei ntv zu Gast, um den Skandal rund um das BAMF, dem Bundesministerium für Migration und Flüchtlinge, rechtlich einzuordnen.

Die Komplexität der Thematik überfordert die Behörden wie auch die Asylsuchenden in hohem Maße. 2015 stellte das BAMF eine große Anzahl neuer Mitarbeiter ein, um den großen Anforderungen gerecht zu werden. Rechtsanwältin Tiet zufolge hat hierdurch jedoch auch die Qualität gelitten. Neben langen Wartezeiten für die Antragsteller ergeben sich bei Befragungen zu Gründen und Einzelheiten des Antragsverfahrens oft schon Barrieren im sprachlichen Bereich, die nur durch Dolmetscher zu überwinden sind. Die Ersuchung rechtlichen Beistands sowie eine überlegte und strukturierte Darlegung der eigenen Belange ist den Antragstellern in den verhörähnlichen Situationen oft nicht möglich.

Die Verantwortung für die Bewältigung solcher Probleme liege insbesondere auch bei Bundesregierung, also im politischen Bereich. Eine Bündelung in sogenannten Ankerzentren könne für die Qualität der Bearbeitung des Einzelfalls jedenfalls keine Lösung sein.

 


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By |30. Mai 2018|Asylrecht, Presse|