VW Abgasskandal: Sichern Sie Ihre Ansprüche bevor es zu spät ist

Für die Geschädigten im VW Abgasskandal läuft die Zeit ab. Am 01.01.2019 sind alle Ansprüche gegen den Volkswagenkonzern im Abgasskandal endgültig verjährt. Daher ist es ratsam, die letzte Chance zu nutzen und noch vor Eintritt der Verjährung seine Ansprüche gegen VW, wegen der Manipulation der Dieselmotoren im Rahmen des Abgasskandales, zu sichern.


Schadensersatz wegen Dieselmanipulation

Da VW alle Dieselmotoren der Baureihe EA 189 mit der hinlänglich bekannten Manipulationssoftware ausgestattet hat, stehen den betroffenen Käufern deliktische Schadensersatzansprüche wegen vorsätzlicher Sittenwidriger Schädigung zu. Diese Ansprüche verjähren am Ende dieses Jahres, weshalb nun schnelles Handeln gefordert ist. Wenn Sie sich ebenfalls aufgrund des Abgasskandals geschädigt fühlen, dann sollten sie aktiv werden und zeitnah einen Anwalt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen beauftragen.

Klagen Sie erfolgreich gegen VW auf Schadensersatz, so erhalten Sie den Kaufpreis abzüglich einer Nutzungsentschädigung gegen Rückgabe Ihres vom Abgasskandals betroffenen Fahrzeuges von VW erstattet. Dies gilt selbstverständlich für die Käufer aller Marken, in denen ein Motor aus der Baureihe EA 189 verbaut wurde.


Die Chancen stehen gut

War die Rechtsprechung zu Beginn des Abgasskandales noch sehr uneinheitlich und eher zurückhaltend in Bezug auf die Schadensersatzforderungen der geschädigten Kunden, so hat sich mittlerweile eine deutlich kundenfreundlichere Rechtsprechung etabliert. Die Landgerichte sprechen den Kunden, die vom Abgasskandal betroffen sind, immer häufiger den begehrten Schadensersatzanspruch zu.

Dies zeigen auch die von uns geführten Verfahren im Rahmen des Abgasskandals. Als Beispiele seien nur die jüngsten Urteile des Landgerichtes Köln und des Landgerichtes Aachen genannt, in denen die von unserer Kanzlei vertretenen Mandanten gegen den Volkswagenkonzern obsiegten.


Die Gerichte geben unserer Kanzlei im Abgasskandal Recht.

In dem Urteil des Landgerichtes Köln vom 27.09.2018 (Aktenzeichen: 7 O 31/18) sprach das Landgericht dem von uns vertretenen Kläger sowohl den begehrten Schadensersatz, als auch die Freistellung von seinen Rechtsanwaltskosten frei. Damit hatte der Abgasskandal für unseren Mandanten noch ein gutes Ende und er musste sein Fahrzeug, einen SKODA, nicht mit erheblichen Einbußen verkaufen oder dem unsicheren Softwareupdate unterziehen, um nicht die Stilllegung seines Fahrzeuges zu riskieren.

Das Landgericht Köln teilte unsereAuffassung, dass der Kläger durch den Abgasskandal mit einer ungewollten Verbindlichkeit belastet wurde, für die ihm nun ein Schadensersatzanspruch zusteht. Das Gericht führt aus, dass:

„Die Beklagte [..] im Sinne des § 826 BGB sittenwidrig gehandelt (hat), indem sie die von ihr entwickelten und später in Fahrzeugen des VW-Konzerns in Verkehr gebrachten Motoren des Typs EA189 mit einer Software ausgestattet hat, welche die NOX-Emissionen der Motoren gezielt und ausschließlich in der Situation zulassungsbehördlicher Abgastests so reduzierte, dass die maßgeblichen gesetzlichen Abgasgrenzwerte dort — und nur dort — eingehalten werden konnten.“

Das Landgericht ist weiter davon überzeugt, dass dem Kläger

„ein Vermögensschaden dadurch entstanden (ist), dass er einen Fahrzeugkauf getätigt hat, den er nicht getätigt hätte, wenn er von dem Einsatz der Manipulationssoftware gewusst hätte-. Das Gericht hegt keinerlei Zweifel daran, dass der Kläger bei Kenntnis des Softwareeinsatzes von einem Kauf des Pkw Abstand genommen hätte.“

Der bisher schwierigste Aspekt von Schadensersatzklagen gegen VW im Zuge des Abgasskandals war gerichtsfest darzulegen, dass auch der Vorstand oder andere Repräsentanten des Konzern Kenntnis von der Manipulation hatten. Da es jedoch immer konkretere Anhaltspunkte für die nötige Kenntnis einzelner Vorstandmitglieder der Abgasmanipulation gibt, stellt dieser Punkt mittlerweile auch keinen Kläger mehr vor große Probleme. So auch in diesem Verfahren, in dem das Landgericht der Argumentation unserer Kanzlei folgt und festgestellt hat, dass

„(E)es […] nahe (liegt), dass den Personen, die über die Entwicklung, Finanzierung und den Einsatz der Software — in mehreren Millionen Fällen — zu entscheiden hatten, eine Repräsentantenstellung zukommt.“

Damit muss der Volkswagenkonzern für die Handlungen seiner Mitarbeiter im Abgasskandal haften.

Auch vor dem Landgericht Aachen (Urteil vom 30.10.2018 – Aktenzeichen: 12 O 33/18) teilt man unsere Rechtsauffassung zum Abgasskandal und hat der von uns vertretenen Klägerin den begehrten Schadensersatz zugesprochen. Die Argumentation ist vergleichbar mit der des Landgerichtes Köln. Hervorzuheben sind die jedoch die Ausführungen des Landgerichts Aachen zu dem Softwareupdate, zu dem die vom Abgasskandal betroffenen Käufer gezwungen werden, wenn sie nicht die Stilllegung des Fahrzeuges riskieren wollen.

Das Landgericht Aachen führt aus:

„Die Klägerin ist vorliegend auch nicht auf das Software—Update zu verweisen; Denn der Vermögensnachteil liegt nicht allein darin, dass die Klägerin ein mit dem Makel des „Dieselskandals“ behaftetes und deshalb womöglich schlechter verkäufliches Auto erhalten hat. Vielmehr besteht der Vermögensnachteil auch darin, dass der abgeschlossene Kaufvertrag der Klägerin gerade deshalb ungünstig ist, weil die technischen Folgen der Softwaremanipulation und des dadurch erforderlich gewordenen Updates nicht abzuschätzen sind. Es besteht die konkrete Befürchtung, dass die vermehrte Rückführung von Abgas mit vermehrtem Stickoxid und Rußpartikeln in dem nach Durchführung des Updates ausschließlich wirksamen Modus 1 (früherer Prüfstandmodus) zu erhöhtem Wartungsaufwand (häufigere Wechsel des Partikelfilters) oder sogar zu vorzeitigen Motorschäden führen kann.“

Dies ist nur richtig, wenn man bedenkt, dass VW keinerlei Haftung für Folgeschäden übernimmt.


Klage im Abgasskandal auch nach Softwareupdate

Diese Rechtsprechung zum Abgasskandal macht deutlich, dass es ebenfalls möglich ist, den Schadensersatz auch nach erfolgtem Softwareupdate noch geltend zu machen. Denn es besteht die begründete Befürchtung, dass es durch das Update zu Folgeschäden an den manipulierten Motoren kommen wird. Das Fahrzeug wäre demnach also weiterhin mangelhaft. Dies ist ein weiterer Punkt im Abgasskandal, wegen dem Sie jetzt noch Ihre Rechte sichern sollten, bevor es zu spät ist. Senden Sie uns hierzu einfach unkompliziert eine Mail an info@se-legal.de, wir prüfen dann gemeinsam Ihre Optionen.

By |6. November 2018|Allgemein, Kaufrecht|