Abmahnung im Arbeitsrecht

Bekommen Sie als Arbeitnehmer eine Abmahnung von Ihrem Vorgesetzten zugesandt, ist das erste Gefühl Verunsicherung. Was habe ich falsch gemacht? Darf mein Vorgesetzter mich überhaupt in dieser Form abmahnen? Ist die Abmahnung gerechtfertigt? Ist sie bloße Entlassungsstrategie?

Wichtig ist es an dieser Stelle, die Ruhe zu bewahren und nicht die Konfrontation mit dem Arbeitgeber zu suchen und somit womöglich die eigene persönliche und rechtliche Situation noch zu verschlimmern.

Wir beraten und vertreten Sie im Arbeitsrecht an unseren Standorten in Aachen, Köln und Düsseldorf und darüber hinaus auch deutschlandweit.


Expertise & Inhaltsüberblick

Wir beraten und vertreten sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber bei allen Fragen des Arbeitsrechts, auch bezüglich arbeitsrechtlicher Abmahnungen. Wir verstehen beide Seiten des Spannungsverhältnisses und können daher Ihre Abmahnung mit besonderen Erfahrungswerten prüfen.

In diesem Artikel wollen wir einen kurzen Überblick über die arbeitsrechtliche Abmahnung bieten.

  • Welche rechtliche Bedeutung hat eine Abmahnung?
  • Wie Sie gegen eine Abmahnung vorgehen können
  • Abmahnung im Falle einer Kündigung

Ihr persönlicher Ansprechpartner im Arbeitsrecht

Rechtsanwalt für Abmahnungen im Arbeitsrecht: Dr. Thomas Bichat

Dr. Thomas Bichat
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Welche rechtliche Bedeutung hat eine Abmahnung

Eine Abmahnung wird dann ausgesprochen, wenn der Arbeitgeber ein Verhalten des Arbeitnehmers rügen will, welches die vertraglichen Pflichten des Arbeitnehmers aus dem Arbeitsvertrag verletzt. Zugleich zeigt der Arbeitgeber hierdurch an, dass im Wiederholungsfall das Arbeitsverhältnis aus seiner Sicht in Gefahr ist. Die Abmahnung ist somit häufig der Vorläufer einer ordentlichen Kündigung aufgrund von Fehlverhalten des Arbeitnehmers während der Arbeit. Mit Blick auf das Verhältnismäßigkeitsgebot ist sie im Arbeitsrecht regelmäßig Vorbedingung für eine verhaltensbedingte Kündigung und hat für den Arbeitnehmer eine Warnfunktion.


Wie Sie gegen eine Abmahnung vorgehen können

Im Moment der Abmahnung selbst können Sie zunächst den Arbeitgeber kontaktieren und darum bitten, die Abmahnung aus der geführten Personalakte zu löschen. Sofern er sich weigert dies zu tun, steht Ihnen das Recht zu, eine sogenannte Gegenvorstellung einzureichen. So können Sie Ihre Sicht der Dinge ebenfalls zur Akte geben.

Sollten Sie der Meinung sein, die Abmahnung sei Ihnen gegenüber fälschlicherweise ausgesprochen worden, steht Ihnen neben der Einreichung einer Gegendarstellung auch die Möglichkeit offen, auf die Entfernung der Abmahnung hin zu klagen. Hierbei kann ein fachkundiger Rechtsanwalt für Arbeitsrecht Ihre Chancen und Risiken bewerten.


Im Falle der Kündigung

Sollte der Arbeitgeber sich auf eine Abmahnung berufen, um Ihnen zu kündigen, ist es sinnvoll, auch die Abmahnung von einem Anwalt für Arbeitsrecht überprüfen zu lassen. Denn die Abmahnung kann aus zahlreichen Gründen fehlerhaft und damit unwirksam sein.

Zunächst kann die Abmahnung bereits formell fehlerhaft sein, wenn sie inhaltlich nicht vollständig ist.

Sie muss (1) das Fehlverhalten des Arbeitnehmers konkret benennen, also Ort, Zeit und das Verhalten des Arbeitnehmers. Auch muss erläutert werden, warum (2) gerade dieses Verhalten gegen den Arbeitsvertrag verstößt. Der Arbeitgeber muss den Arbeitnehmer (3) auffordern, sich zukünftig vertragsgemäß zu verhalten. Zuletzt muss aus der Abmahnung (4) deutlich hervorgehen, welche Konsequenzen ein wiederholtes Fehlverhalten für ihn haben wird.

Wird ein schweres Fehlverhalten mit der Abmahnung gerügt und will der Arbeitgeber nachträglich aus demselben Grund fristlos kündigen, so muss er erst ein erneutes, gleiches Fehlverhalten abwarten. Denn mit der Abmahnung hat er bereits zum Ausdruck gebracht, dass er dem Arbeitnehmer noch eine Chance gibt. Daher kann er – ohne einen erneuten Verstoß – nicht mehr argumentieren, dass eine Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses für ihn unzumutbar ist, so dass er das Arbeitsverhältnis außerordentlich kündigen muss.

Auch ist eine Kündigung wegen erneuten Fehlverhaltens unter Berufung auf eine zurückliegende Abmahnung nicht rechtmäßig, wenn das der Abmahnung zugrundeliegende Fehlverhalten bereits ca. 2-3 Jahre zurückliegt. Der Arbeitgeber kann sich dann nicht mehr darauf berufen.

Die arbeitsrechtlichen Einzelheiten können von Fall zu Fall unterschiedlich komplex gelagert sein. Unsere Rechtsanwälte unterstützen Sie in Ihrem Fall und erläutern Ihnen Ihre individuellen Chancen und Risiken.

Unverbindliche Anfrage

Die Kanzlei Schlun & Elseven mit Standorten in Aachen, Köln und Düsseldorf ist Ihr zuverlässiger und kompetenter Partner bei allen Fragen zur arbeitsrechtlichen Abmahnung

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