Familienzusammenführung

Ihr Rechtsanwalt für Familien- und Aufenthaltsrecht

Familienzusammenführung

Ihr Rechtsanwalt für Familien- und Aufenthaltsrecht

Es ist einfacher, sich in einem neuen Land einzuleben, wenn man seine Familie bei sich hat. So ermöglicht es die Familienzusammenführung den Menschen, die in Deutschland leben und arbeiten, ihre Erfahrungen mit ihren Angehörigen zu teilen. Damit ein solcher Familiennachzug durchgeführt werden kann, müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, die das deutsche Aufenthalts- und Familienrecht näher definiert.

Um unseren Mandanten eine komplikationslose Familienzusammenführung zu ermöglichen, bietet die Kanzlei Schlun & Elseven einen gleichermaßen kompetenten wie engagierten Rechtsbeistand an. Unsere Anwälte für Familien- und Aufenthaltsrecht sorgen für die Klärung aller offenen Fragen mit den zuständigen Behörden und übernehmen für Ihre Familienangehörigen die Beantragung der benötigten Aufenthaltserlaubnis, damit Ihre Familie schon bald vereint ist und Sie sich gänzlich auf Ihre Kernaufgaben konzentrieren können. Wir setzen uns für Sie ein, damit Ihrem Familienglück nichts im Wege steht.

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Unsere Dienstleistungen

Familienzusammenführung
  • Umfassende Beratung zum Familiennachzug, zu dt. Aufenthaltsrecht und Ihren rechtlichen Möglichkeiten
  • Beschaffung aller erforderlichen Unterlagen
  • Beantragung der Aufenthaltserlaubnis für Ihre Familienangehörigen
  • Klärung aller offenen Fragen mit der zuständigen Ausländerbehörde
Auskunft über
  • Ihre Rechte und Pflichten
  • Handlungsoptionen
  • Erfolgsaussichten
  • Kosten
Dienstleistungen im Kontext
  • Alle Arten von Visa und Aufenthaltstiteln | Einbürgerung | Doppelte Staatsangehörigkeit | Arbeitnehmerentsendung |Business Immigration: Full Service für ausländische Unternehmen und Investoren | Verwaltungsrecht | Urkundenrecht I Internationaler Urkundenverkehr | Arbeitsrecht | Steuerrecht

Voraussetzungen für die Familienzusammenführung

Drittstaatsangehörige, die als Paten für einen Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner, ein Kind, einen Elternteil oder ein anderes Familienmitglied fungieren wollen, müssen in der Regel im Besitz folgender Dokumente sein:

  • eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis,
  • einen langfristigen Aufenthaltstitel der EU,
  • eine Aufenthaltserlaubnis oder
  • eine Blaue Karte EU (§ 29(1) Aufenthaltsgesetz).

Darüber hinaus muss ausreichender Wohnraum für den Zusammenführenden und den nachziehenden Familienangehörigen vorhanden sein (§ 29 Abs. 1 Nr. 2 AufenthG). Zudem müssen die Voraussetzungen des § 5 Abs. 1 AufenthG erfüllt sein:

Die Zusammenführenden müssen in der Regel nachweisen, dass sie für sich und den nachziehenden Familienangehörigen sorgen können,

  • der Nachweis der Identität und Staatsangehörigkeit der Personen,
  • die Passpflicht muss erfüllt sein,
  • die Interessen der Bundesrepublik Deutschland dürfen nicht beeinträchtigt oder gefährdet werden,
  • es dürfen keine Ausweisungsgründe vorliegen.

Der Zusammenführende und in einigen Fällen auch die nachziehenden Familienangehörigen müssen zusätzliche Voraussetzungen erfüllen, bevor ausländische Ehegatten oder eingetragene Lebenspartner, Kinder, Eltern und andere Familienangehörige nach Deutschland einreisen können.

Einige Personengruppen kommen jedoch in den Genuss einer Vorzugsbehandlung und können teilweise oder vollständig von den nachstehend aufgeführten Voraussetzungen für die Familienzusammenführung befreit werden.

Familiennachzug von Ehegatten und eingetragenen Lebenspartnern

Im Falle des Familiennachzugs eines Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartners zu einem Drittstaatsangehörigen in Deutschland gelten neben den oben genannten Regelungen und Voraussetzungen nach § 30 Abs. 1 AufenthG zusätzliche Anforderungen:

  • beide Ehegatten oder Partner müssen mindestens 18 Jahre alt sein,
  • der zuwandernde Ehegatte bzw. eingetragene Lebenspartner muss sich in der deutschen Sprache mindestens auf grundlegendem Niveau verständigen können (Niveau A1 des GER),
  • der bereits in Deutschland lebende Ehegatte bzw. eingetragene Lebenspartner muss entweder
    • eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis,
    • eine langfristige Aufenthaltserlaubnis EU,
    • eine Blaue Karte EU,
    • eine Aufenthaltserlaubnis zu Forschungszwecken,
    • einen Aufenthaltstitel für Drittstaatsangehörige, denen das Recht auf Asyl, als anerkannter Flüchtling oder als Person mit subsidiärem Schutzstatus zuerkannt wurde, oder
      • seit zwei Jahren im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis ist und die Aufenthaltserlaubnis nicht nach § 8 Abs. 2 AufenthG einer Nebenbestimmung unterliegt oder die nachträgliche Erteilung einer Niederlassungserlaubnis nicht rechtsstaatlich ausgeschlossen ist, oder
      • im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis ist, wenn die Ehe oder Lebenspartnerschaft zum Zeitpunkt der Erteilung der Aufenthaltserlaubnis bestand und die Dauer des Aufenthalts des Drittstaatsangehörigen im Bundesgebiet voraussichtlich ein Jahr überschreitet, oder
      • eine Aufenthaltserlaubnis nach § 38a AufenthG besitzt und die Ehe oder Lebenspartnerschaft bereits in dem Mitgliedstaat der Europäischen Union bestand, in dem der Drittstaatsangehörige die Rechtsstellung eines langfristig Aufenthaltsberechtigten hat.

Von dem Alterserfordernis, dem Spracherfordernis sowie weiteren Anforderungen kann bei einigen der genannten Statusgruppen unter bestimmten Voraussetzungen abgesehen werden (§ 30 Abs. 1 und 2 AufenthG). Allerdings kann auch der Nachzug von Ehegatten und eingetragenen Lebenspartnern verweigert werden.

Familienzusammenführung von Minderjährigen (erweitert auf Adoptiv-, Pflege- und Stiefkinder)

In § 32 des Aufenthaltsgesetzes sind die folgenden zusätzlichen Anforderungen festgelegt:

  • Das Kind muss ein unverheiratet und minderjährig sein,
  • die Eltern oder der allein sorgeberechtigte Elternteil sind im Besitz folgender Dokumente:
    • eine Aufenthaltserlaubnis,
    • eine Blaue Karte EU,
    • eine Niederlassungserlaubnis oder,
    • eine langfristige Aufenthaltserlaubnis EU.

Ist das Kind 16 Jahre oder älter und verlegt seinen Lebensmittelpunkt nicht gemeinsam mit seinen Eltern oder dem allein sorgeberechtigten Elternteil nach Deutschland, ist zusätzlich erforderlich, dass

  • das Kind Deutsch spricht,
  • es aufgrund seiner bisherigen Erziehung und Lebensführung erscheint, dass es sich in die Lebensverhältnisse in der Bundesrepublik Deutschland integrieren kann.

Dies gilt jedoch nicht, wenn:

Bei gemeinsam sorgeberechtigten Eltern wird die Aufenthaltserlaubnis des Kindes auch für den Nachzug zu nur einem Elternteil erteilt, wenn der andere Elternteil eingewilligt hat oder eine zuständige Behörde eine entsprechende verbindliche Entscheidung getroffen hat.

Minderjährige Kinder haben auch dann ein Recht auf Familiennachzug, wenn durch den Nachzug der Eltern zu einem minderjährigen Kind, das in Deutschland Schutz genießt, etwaige minderjährige Geschwister des Flüchtlings im Herkunfts- oder Aufenthaltsland der Familie allein gelassen werden würden. In diesem Fall können die minderjährigen Geschwister einen Anspruch auf Nachzug zu ihrem Bruder oder ihrer Schwester haben.