Visum

Ausländer aus Staaten außerhalb der Europäischen Union benötigen zu Ihrer Einreise in der Regel (für gesetzlich festgelegte Staaten bestehen Sonderregelungen) ein Visum. Dieses wird von der Deutschen Botschaft oder einem Konsulat im Heimatland des Ausländers ausgestellt.

Zuvor holt die deutsche Auslandsvertretung eine Zustimmung der zuständigen Auslandsbehörde ein. In bestimmten Fällen kann schon vorab eine solche Zustimmung erteilt werden.


  1. Visum für langfristigen Aufenthalt

Soll das Visum für einen längerfristigen Aufenthalt erteilt werden, muss ein Anspruch auf ein Aufenthaltsrecht in Deutschland bestehen. Fälle hierfür sind unter anderem:

– Nachzug zu einem deutschen Ehegatten:

Die Ehe kann im Ausland geschlossen worden sein, der deutsche Partner muss in Deutschland leben.

– Nachzug zu einem ausländischen Ehegatten:

Die Ehe kann auch hier im Ausland geschlossen worden sein, der Partner muss in Deutschland ein Aufenthaltsrecht haben.

– Nachzug zu in Deutschland lebenden eigenen Kindern:

Die Kinder müssen minderjährig sein und in Deutschland leben.

– Zuwanderung zur Arbeitsaufnahme:

Bei Ausländern ohne besondere Ausbildung bestehen kaum Chancen für ein Aufenthaltsrecht. Notwendig sind unter anderem ein Arbeitsvertrag mit einem Arbeitgeber in Deutschland und die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit. Für einige spezielle Tätigkeiten ist die Zustimmung der Arbeitsagentur nicht notwendig.

– Zuwanderung für eine selbständige Tätigkeit

Hierzu müssen Ausländer ein wirtschaftliches Interesse oder ein regionales Bedürfnis nachweisen, eine positive Auswirkung der Tätigkeit auf die Wirtschaft und eine gesicherte Finanzierung.

– Aufnahme eines Studiums an einer deutschen Hochschule.

Notwendig sind hierfür unter anderem schulische Abschlüsse, die zur Aufnahme eines Studiums berechtigen.

Ihre Ansprechpartner im Ausländerrecht und Aufenthaltsrecht

Rechtsanwalt für alle Fragen zum Visum: Verwaltungsrichter a.D. Jürgen Klunker

Jürgen Klunker
Rechtsanwalt

Verwaltungsrichter a.D.

Rechtsanwältin für alle Fragen zum Visum: Valerie Tiet

Valerie Tiet
Rechtsanwältin

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  1. Besuchsvisum

Für einen kurzfristigen Aufenthalt von maximal drei Monaten kann ein Besuchsvisum ausgestellt werden. Fälle hierfür sind etwa der Besuch von in Deutschland lebenden Verwandten, Geschäftsreisen oder touristische Zwecke.


  1. Allgemeine Voraussetzungen

In den meisten Fällen müssen für die Erteilung eines Visums ein gültiger Pass vorhanden und der Lebensunterhalt in Deutschland gesichert sein. Welche Unterlagen für einen Antrag auf Erteilung eines Visums im Einzelnen benötigen, kann der Internetseite der Deutschen Botschaft im jeweiligen Heimatland entnehmen werden.

Die Hilfe eines deutschen Rechtsanwalts bei einem Visumsantrag ist möglich aber nicht unbedingt notwendig. Er kann etwa im Vorfeld prüfen, ob und wie groß die Chance ist, in Deutschland ein Aufenthaltsrecht zu erhalten. Soll er gegenüber der deutschen Auslandsvertretung tätig werden oder bei der Ausländerbehörde einen Antrag auf Vorabzustimmung zur Visumserteilung stellen, benötigt er in der Regel eine Vollmacht des Ausländers.

In der Regel sinnvoll ist die Beauftragung eines deutschen Rechtsanwalts, wenn der persönlich gestellter Visumsantrag von der Botschaft abgelehnt und der Ausländer hiergegen gerichtlich vorgehen will.

Die Kanzlei Schlun & Elseven steht Ihnen in Aachen und Köln und darüber hinaus zur Verfügung und ist Ihr zuverlässiger und kompetenter Partner im Ausländerrecht und Aufenthaltsrecht. Rufen Sie uns ganz einfach unter 0241 4757140 an oder senden Sie uns eine Nachricht per E-Mail an info@se-legal.de oder nutzen Sie unser Onlineformular. Gerne erläutern wir Ihnen im Rahmen unserer kostenlosen Ersteinschätzung Ihre Chancen und Möglichkeiten. Gerne beraten wir Sie auch persönlich an unseren Standorten in Köln und Aachen.