Planungsschritte für erfolgreiche Unternehmensnachfolge

Ihr Rechtsanwalt für Erb-, Gesellschafts- und Steuerrecht

Planungsschritte für erfolgreiche Unternehmensnachfolge

Ihr Rechtsanwalt für Erb-, Gesellschafts- und Steuerrecht

Die Absicherung eines erfolgreichen Unternehmens für zukünftige Generationen ist essenziell, um den Wohlstand und das unternehmerische Wachstum dauerhaft zu erhalten. Daher sollte eine sorgfältige Planung der Nachfolge stets im Blick behalten werden.  Wird die Unternehmensnachfolge nicht sorgfältig geplant, besteht ein erhebliches Risiko finanzieller Verluste, bei denen sowohl ein Teil der Familien- als auch Ihrer eigenen Absicherung verloren gehen kann. Durch eine unbedachte Auflösung stiller Reserven können zudem ertragssteuerliche Einbußen eintreten.

Um unseren Mandanten die bestmögliche Umsetzung der gewünschten Nachfolgeplanung zu ermöglichen, bietet Schlun & Elseven einen gleichermaßen kompetenten wie engagierten Rechtsbeistand an. Unsere Anwälte für Erb-, Gesellschafts- und Steuerrecht stellen sicher, dass sämtliche Voraussetzungen für eine erfolgreiche Unternehmensnachfolge erfüllt sind und erarbeiten mit Ihnen eine wirtschaftlich tragfähige Lösung, die passgenau auf die Ziele und Besonderheiten Ihres Unternehmens abgestimmt ist und dessen generationsübergreifenden Wohlstand sichert.

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Unsere Dienstleistungen

Rechtsbeistand für Erblasser
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Nachlassplanung und Gestaltung von:
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Vertretung in Konfliktsituationen | Mediation
Dienstleistungen im Kontext

Testamentsvollstreckung zur Sicherung der Unternehmensnachfolge

Da die gesetzliche Erbfolge oftmals nicht den Wünschen des Erblassers entspricht, ist es ratsam, die Nachfolge für den Fall des Todes des Unternehmers im Vorhinein zu regeln. Dabei ist es von besonderer Bedeutung, dass das Unternehmertestament klare Bedingungen für die Vererbung schafft, indem es in erster Linie festlegt, wer die Nachfolge des Unternehmers antreten soll. Auf diese Weise lassen sich auch Streitigkeiten unter den Erben weitestgehend verhindern.

Um die testamentarische Unternehmensnachfolge umfassend zu sichern, bedarf es zunächst einer sorgfältigen Vorbereitung. Dabei sollten nicht nur die erbrechtlichen Regelungen beachtet werden. Insbesondere muss auch der Gesellschaftsvertrag umfassend geprüft und gegebenenfalls an den Willen des Erblassers angepasst werden. So kann es z.B. erforderlich sein, eine Nachfolgeklausel einzufügen.

Doch nicht für jeden Erben ist es möglich, die Verantwortung für den geerbten Gesellschaftsanteil sofort zu übernehmen. So z. B. im Falle der Minderjährigkeit der Erben. Außerdem kommt es nicht selten zu Streitigkeiten unter den Erben, die einer geordneten Unternehmensnachfolge im Wege stehen. In solchen Fällen wird häufig eine Testamentsvollstreckung über den Gesellschaftsanteil angeordnet. Der Testamentsvollstrecker soll dabei den Willen des Erblassers durchsetzen und so die Unternehmensnachfolge sichern. Dabei kann die Testamentsvollstreckung auf einen kurzen Zeitraum begrenzt sein und nur der Abwicklung des Nachlasses dienen (Abwicklungsvollstreckung). Sie kann aber auch dauerhaft sein und der Verwaltung des Nachlasses dienen (Verwaltungsvollstreckung). In diesem Fall wird den Erben für eine bestimmte Zeit die Verfügungsgewalt über den Nachlass entzogen.

Die Zulässigkeit der Anordnung einer Testamentsvollstreckung hängt von der Rechtsform des Unternehmens ab. Darüber hinaus kann die Testamentsvollstreckung durch den Gesellschaftsvertrag ausgeschlossen werden. Doch auch für solche Fälle bestehen alternative Möglichkeiten, wie etwa die sogenannte Treuhand- oder Vollmachtlösung. Die Rechtsanwälte von Schlun & Elseven erläutern Ihnen gerne, welche Vorkehrungen für die Testamentsvollstreckung bzw. die Treuhand- oder Vollmachtlösung unbedingt getroffen werden sollten, und unterstützen Sie gern bei jedem weiteren Schritt.

Unternehmensnachfolge durch Vererbung

Die Unternehmensnachfolge im Erbfall hängt vor allem von der Gesellschaftsform des jeweiligen Unternehmens ab, da die Vererbbarkeit von Gesellschaftsanteilen bei Personen- und Kapitalgesellschaften unterschiedlich geregelt ist.

Anteile an Kapitalgesellschaften

Die Vererbbarkeit von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft ist in der Regel unproblematisch. So sind z.B. Anteile an einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ohne Weiteres vererbbar (§ 15 Abs. 1 GmbHG). Das Gleiche gilt für Anteile an einer Aktiengesellschaft (AG), einer Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) oder einer Europäischen Gesellschaft (SE).

Anteile an Personengesellschaften

Die Anteile an einer Personengesellschaft sind dagegen grundsätzlich nicht vererbbar. Von diesem Grundsatz kann jedoch mit Hilfe von Nachfolgeklauseln im Gesellschaftsvertrag abgewichen werden. So wird z.B. eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) durch den Tod eines Gesellschafters aufgelöst, sofern der Gesellschaftsvertrag keine abweichende Regelung, eine sogenannte Fortsetzungsklausel, vorsieht (§ 727 Abs. 1 BGB).

Bei der offenen Handelsgesellschaft (OHG) scheidet hingegen nur der verstorbene Gesellschafter (§ 131 Abs. 3 Nr. 1 HGB) aus. Der Anteil des verstorbenen Gesellschafters geht sodann auf die übrigen Gesellschafter über, die im Gegenzug verpflichtet sind, den Erben eine entsprechende Abfindung zu zahlen (§§ 738, 740 BGB, § 105 Abs. 3 HGB). Ausnahmsweise können jedoch auch hier abweichende vertragliche Bestimmungen (Nachfolgeklausel) gelten.

Stirbt ein Komplementär einer Kommanditgesellschaft (KG), wird die Gesellschaft (wie bei einer offenen Handelsgesellschaft) unter den übrigen Gesellschaftern fortgesetzt. Die Gesellschaft wird jedoch aufgelöst, wenn er der einzige Komplementär ist. Stirbt hingegen ein Kommanditist, wird die KG mit dessen Erben fortgesetzt (§ 177 HGB).

Auch die Beteiligung an einer Partnerschaftsgesellschaft ist grundsätzlich nicht vererbbar (§ 9 Abs. 4 Satz 1 PartGG). Der Tod eines Gesellschafters führt zu dessen Ausscheiden, die verbleibenden Gesellschafter erhalten den Gesellschaftsanteil anteilig. Nachfolgeklauseln greifen nur für Personen mit den erforderlichen Berufszulassungen (§ 9 Abs. 4 S. 2 PartGG).

Nachfolge im Einzelunternehmen

Im Falle der gesetzlichen Erbfolge fällt das Einzelunternehmen als Sachgesamtheit in den Nachlass. Sind mehrere Erben vorhanden, geht es in das gemeinschaftliche Vermögen der Erbengemeinschaft über (§ 2032 BGB). Die Erben können dann das Unternehmen als Erbengemeinschaft fortführen.

Nachfolgeregelungen im Gesellschaftsvertrag

Für eine gute Nachfolgeplanung ist es unerlässlich, sich mit dem Gesellschaftsvertrag des Unternehmens zu befassen, sofern ein solcher vorhanden ist. Da in der Regel der verstorbene Gesellschafter einer Personengesellschaft ausscheidet, ist eine Nachfolgeklausel im Gesellschaftsvertrag erforderlich, um die Fortführung der Gesellschaft mit den Erben zu ermöglichen.

Die einfache Nachfolgeklausel legt lediglich fest, dass im Falle des Todes eines Gesellschafters der Gesellschaftsanteil auf dessen Erben übergeht. Gibt es mehrere Erben, wird der Anteil aufgrund der so genannten Sondererbfolge unter ihnen aufgeteilt, sodass jeder Erbe Gesellschafter wird. Er geht also nicht auf die Erbengemeinschaft über. Sollen nur bestimmte Erben die Nachfolge des verstorbenen Gesellschafters antreten, kann dies in einer qualifizierten Nachfolgeklausel geregelt werden. Es ist jedoch unbedingt darauf zu achten, dass die im Gesellschaftsvertrag genannten Erben auch Erben im Sinne des gesetzlichen Erbrechts oder der letztwilligen Verfügung sind.

Generell gilt es, den Gesellschaftsvertrag und die erbrechtlichen Regelungen und Vereinbarungen aufeinander abzustimmen. Unsere Anwälte für Erb- und Gese