Der Pflichtteil: Was Sie wissen sollten

Ihr Rechtsanwalt für Erbrecht

Der Pflichtteil: Was Sie wissen sollten

Ihr Rechtsanwalt für Erbrecht

Auch wenn das Grundgesetz (Art. 14. Abs. 1 GG) im Allgemeinen jedem Menschen das Recht garantiert, sein Testament frei zu gestalten kann, ist der Erblasser nach deutschem Erbrecht verpflichtet, bestimmte Familienangehörige in seinem letzten Willen mitzuberücksichtigen und ihnen einen sog. Pflichtteil zukommen zu lassen. Bei Erbunwürdigkeit des Erben kann der Testator allerdings vom Pflichtteil befreit werden. Den Erben steht es wiederum frei, die Annahme des Erbes ausschlagen.

Um hier für die nötige Klarheit zu sorgen, bietet Schlun & Elseven einen gleichermaßen kompetenten wie engagierten Rechtsbeistand an. Ganz gleich, ob bei der Gestaltung eines rechtssicheren und steueroptimierten Testaments, der Berechnung des Pflichtteils, der Bildung der Erbengemeinschaft oder der Unternehmenssicherung durch Nachfolgeplanung – als Full-Service- Kanzlei stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung, um sicherzustellen, dass Ihre Rechte und Interessen stets gewahrt bleiben.

Unsere Anwälte für Erbrecht beraten Sie gerne zu allen nachlassbezogenen Fragen und unterstützt Sie selbstverständlich auch bei bereits bestehenden Rechtsstreitigkeiten mit dem gebotenen Einfühlungsvermögen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.

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Unsere Dienstleistungen

Rechtsbeistand für Pflichtteilsberechtigte
  • Beratung in Bezug auf Ihre Rechte und Pflichten als Pflichtteilsberechtigter
  • Auslegung des Testaments
  • Klärung gesetzlicher Erbfolge | Bestimmung des Pflichtteils

  • Rechtliche Unterstützung bei der Geltendmachung des Pflichtteilanspruchs
  • Gerichtliche und außergerichtliche Vertretung
  • Testamentsanfechtung
  • Pflichtteilsklage

Erbe und Pflichtteil: Was ist das eigentlich?

Das Erbe ist das Vermögen, das eine Person bei ihrem Tod hinterlässt. Die Person, die erbt ist der Rechtsnachfolger der verstorbenen Person. Erbe wird die betreffende Person kraft Gesetzes, es bedarf dafür weder der Annahme des Erbes noch eines Erbscheins.

Der Pflichtteil ist ein Teil des Nachlasses, der einem nahen Angehörigen des Verstorbenen durch Testament nicht entzogen werden darf. Damit stellt er einen Rechtsanspruch nach deutschem Erbrecht dar, der bestimmten Personen trotz eines entgegenstehenden Testamentsanspruchs einen gesetzlichen Mindestanteil am Nachlass zuspricht. Der Pflichtteil gilt zudem in Fällen, in denen ein Abkömmling des Erblassers durch Verfügung von Todes wegen von der Erbfolge ausgeschlossen worden ist, gem. § 2303 BGB. Der Pflichtteilsanspruch beträgt die Hälfte des gesetzlichen Erbteils, zu dem der Pflichtteilsberechtigte berufen wäre, § 2303 Abs.1 S.2 BGB. Allerdings ist ein Pflichtteilsanspruch, anders als das Erbe, nur ein Zahlungsanspruch, der gegen den oder die Erben geltend gemacht werden muss.

Wer ist pflichtteilsberechtigt?

Der Pflichtteil bezieht sich auf Familienangehörige, aber nicht alle haben Anspruch darauf. Vielmehr sind es sehr nahe und unmittelbare Familienangehörige. Familienangehörige wie Cousins und Cousinen, Onkel und entfernte Verwandte haben keinen Anspruch. Die folgenden Familienangehörigen sind pflichtteilsberechtigt:

  • Abkömmlinge,
  • Eltern,
  • Ehegatten/eingetragene Lebenspartner.

Somit haben Geschwister keinen Anspruch auf den Pflichtteil. Der Pflichtteil geht davon aus, dass der Erbe nach der gesetzlichen Erbfolge Erbe geworden wäre. Obwohl also Enkel (und Urenkel) als pflichtteilsberechtigt angesehen werden, würden ihre Eltern (die Kinder des Erblassers) unter normalen Umständen in der Berechtigung vor ihnen stehen. Wenn das Kind des Erblassers seinen Pflichtteil beansprucht, können seine Kinder (die Enkelkinder des Erblassers) nicht ebenfalls einen Anspruch auf einen Pflichtteil geltend machen.

Da das Pflichtteilsrecht der gesetzlichen Erbfolge folgt, besteht es nur im Falle einer rechtlich anerkannten Verwandtschaft (etwa durch Vaterschaftsanerkennung oder Adoption). Nicht erb- und damit auch nicht pflichtteilsberechtigt ist derjenige,

Außerdem folgt aus der Geltung der gesetzlichen Erbfolge, dass der Anspruch auf den Pflichtteil nur dann besteht, wenn die betreffende Person enterbt wurde oder der ihr zugesprochene Erbanteil geringer ist als die Hälfte des gesetzlichen Erbteils (Pflichtteilrestanspruch).