Erbengemeinschaft: Was Sie wissen sollten

Ihr Rechtsanwalt für Erbrecht

Erbengemeinschaft: Was Sie wissen sollten

Ihr Rechtsanwalt für Erbrecht

Der Tod eines Menschen im verwandtschaftlichen Umfeld ist für die Hinterbliebenen stets ein schmerzvoller Verlust, aber auch eine Situation, die mit rechtlichen Herausforderungen einhergehen kann. Hinterlässt der Erblasser mehrere Erben, so entsteht zwischen ihnen eine Erbengemeinschaft, innerhalb welcher nicht selten Streit bezüglich der Erbschaft entsteht. Eine Situation, deren Lösung nicht nur juristisches Fachwissen, sondern auch Feingefühl und Durchsetzungsvermögen erfordert.

Um unseren Mandanten im Erbfall die benötigte Unterstützung zu gewährleisten, bietet die Kanzlei Schlun & Elseven einen gleichermaßen kompetenten wie engagierten Rechtsbeistand im deutschen und internationalen Erbrecht an. Ganz gleich, ob bei der Durchsetzung Ihres Anspruchs auf Bankauskunft, bei der Erbauseinandersetzung oder einem anderen erbrechtlich relevanten Anliegen – unsere Anwälte stehen Ihnen mit Ihrem Fachwissen und langjähriger Erfahrung zur Seite. Wir geben Ihnen Strategien und Tipps an die Hand, wie Sie die Erbauseinandersetzung erfolgreich meistern können und erklären Ihnen, welche Vorgehensweisen und Alternativen es zur Beendigung der Erbengemeinschaft gibt. Wir sind für Sie da!

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Unsere Dienstleistungen

Rechtsbeistand für Erben
  • Beratung in Bezug auf die Risiken der Erbannahme

  • Erstellung eines Nachlassverzeichnisses
  • Beantragung des Erbscheins beim zuständigen Nachlassgericht

  • Rechtliche Unterstützung bei der Erbauseinandersetzung

  • Beratung zur Möglichkeit der Erbausschlagung

Vertretung in Konfliktsituationen | Mediation
  • Testamentsanfechtung

  • Erbauseinandersetzungsklage

Auskunft über
  • Ihre Rechte und Pflichten
  • Handlungsoptionen

  • Erfolgsaussichten

Dienstleistungen im Kontext

Wie entsteht eine Erbengemeinschaft?

Die Erbengemeinschaft bildet sich automatisch durch den Erbfall mit mehreren Erben und durch Gesetz nach dem § 2038 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Sie entsteht ohne Einflussmöglichkeiten der Erben, worin auch ihre eigentümliche Schwierigkeit besteht. Denn das Nachlassvermögen wird automatisch gemeinschaftliches Vermögen der Erbengemeinschaft gemäß § 2032 Abs. 1 BGB, und muss von allen Erben gemeinsam verwaltet werden. Oft ist sie das Resultat einer gesetzlichen Erbfolge, in all den Fällen, in denen das Erbe vom Erblasser nicht geregelt wurde. Eine Erbengemeinschaft entsteht auch, wenn im Testament oder Erbvertrag – im Rahmen der sog. gewillkürten Erbfolge – der Nachlass nicht bereits auf die Erben einzeln verteilt, sondern allen gemeinsam zugesprochen wird.

Die Erbengemeinschaft endet erst, wenn der Nachlass vollständig durch eine sog. Erbauseinandersetzung – in einem Auseinandersetzungsvertrag (auch Erbteilungsvertrag genannt) – aufgeteilt wurde. Die Miterben müssen sich, ob gewollt oder nicht, in der Erbengemeinschaft grundsätzlich einigen und gemeinsam mit dem Erbe auseinandersetzen. Dabei kommt es nicht selten vor, dass die Erbauseinandersetzung in einem jahrelangen Rechtsstreit mündet.

Die Erbengemeinschaft als Gesamthandsgemeinschaft

Als Miterbe ist außerdem zu beachten, dass es sich bei der Erbengemeinschaft um eine sog. Gesamthandsgemeinschaft handelt. Diese liegt immer dann vor, wenn ein bestimmtes Vermögen als Sondervermögen nur der Gesamthand mehrerer Personen zusteht. Pauschal bedeutet das, dass keinem der Miterben etwas aus dem Nachlassvermögen allein, aber allen alles in der Erbengemeinschaft gemeinsam gehört. Jeder der Erben hat sozusagen die Hand auf dem gesamten Nachlassvermögen. Diese Ausgestaltung soll die Nachlassverwertung beschleunigen, denn ein Miterbe kann nicht eigenständig über das Nachlassvermögen verfügen. Dies kann und darf gemäß § 2033 Abs. 2 BGB grundsätzlich nur gemeinsam durch Entscheidung aller Erben in der Erbengemeinschaft erfolgen.

Was müssen Sie als Miterbe beachten?

  • Als erstes sollten Sie sich als Miterbe einen Überblick darüber verschaffen, wer die anderen Erben sind und ggf. wie diese, falls sie unbekannt sind, ermittelt werden können. Hierfür kann die Beauftragung eines Erbermittlers hilfreich sein, ist aber nicht in jedem Fall notwendig. Keine Miterben sind Pflichtteilsberechtigte und Vermächtnisempfänger.
  • Danach gilt es herauszuarbeiten, was an Nachlassvermögen des Erblassers vorhanden ist und ob der Erblasser Schulden hinterlassen hat.
  • Außerdem ist erforderlich, das Finanzamt innerhalb von drei Monaten von der Erbschaft in Kenntnis zu setzen.
  • Jeder Miterbe sollte sich die Frage stellen, ob er sich an der Erbauseinandersetzung beteiligt und so seinen Erbteil bekommt, oder es für ihn die bessere Lösung ist, frühzeitig aus der Erbengemeinschaft auszuscheiden und sich unter gewissen Voraussetzungen von den Miterben auszahlen zu lassen. Dafür werden wir im Folgenden noch verschiedene Möglichkeiten der Beendigung der Erbengemeinschaft aufzeigen.
  • Schutzmaßnahmen für persönliche Haftung von Nachlassverbindlichkeiten können ermittelt und ggf. bereits eingeleitet werden.
  • Darüber hinaus ist es von Vorteil, sich bereits Gedanken darüber zu machen, welche Verwaltungsmaßnahmen in nächster Zeit für den Nachlass anfallen könnten und ggf. eine Kostenliste zu erstellen. Dazu bietet es sich an, die erforderlichen Unterlagen bereits ausfindig zu machen, z.B. Mietverträge eines vermieteten Gebäudes im Nachlassvermögen.
  • Im Zuge dessen können Sie auch in Erfahrung bringen, ob Sie ggf. für die Geschäfte der Nachlassverwaltung einen Erbschein benötigen und in welcher Form Sie diesen beantragen möchten.

Unüberlegte Übersprungshandlungen zur Sicherung eines Nachlassgegenstandes und voreilige Verwaltungsmaßnahmen können schon vor der eigentlichen Auseinandersetzung zum Streit zwischen den Miterben führen. Letztlich sollte es für die Miterben daher Priorität sein, Ruhe zu bewahren und mit den anderen Miterben im Austausch zu bleiben. So kann die künftige Erbauseinandersetzung vorbereitet, schnellstmöglich abgewickelt und Streitigkeiten wirksam vermieden werden.