Der Erbschein: Was Sie wissen sollten

Ihr Rechtsanwalt für Erbrecht

Der Erbschein: Was Sie wissen sollten

Ihr Rechtsanwalt für Erbrecht

Der Verlust eines geliebten Menschen geht mit einer schwierigen Zeit für alle Angehörigen einher. Hinzu kommt die besondere Herausforderung, sich während dieser emotional anspruchsvollen Situation mit den bürokratischen Vorgängen des Nachlasses und der Nachlassverwaltung auseinanderzusetzen. In diesem Zusammenhang wird regelmäßig der Erbschein benötigt, um gegenüber Banken und anderen nachlassbezogenen Stellen die eigene Erbenstellung nachzuweisen und als Erbe den Zugriff auf den Nachlass zu erhalten. Allerdings stellt die Beantragung dieses Dokuments eine recht komplexe Angelegenheit dar, bei Fragen bezüglich der Erbfolge und des Nachlasswertes vorab geklärt werden müssen.

Um unseren Mandanten in einer solchen Situation die benötigte Unterstützung zu gewährleisten, bietet Schlun & Elseven einen gleichermaßen kompetenten wie engagierten Rechtsbeistand an. Ganz gleich, ob es um die Beantragung des Erbscheins, Fragen zur Erbschaftsteuer oder einem anderen erbrechtlich relevanten Anliegen geht – unsere Anwälte für Erbrecht stehen Ihnen mit Ihrem Fachwissen zur Seite und sorgen dafür, dass Ihre Rechte als Erbe stets gewahrt bleiben. Wir sind für Sie da!

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Unsere Dienstleistungen

Rechtsbeistand für Erben
  • Beratung in Bezug auf die Risiken der Erbannahme

  • Erstellung eines Nachlassverzeichnisses
  • Beantragung des Erbscheins beim zuständigen Nachlassgericht

  • Rechtliche Unterstützung bei der Erbauseinandersetzung

  • Beratung zur Möglichkeit der Erbausschlagung

Vertretung in Konfliktsituationen | Mediation
  • Testamentsanfechtung

  • Erbauseinandersetzungsklage

Auskunft über
  • Ihre Rechte und Pflichten
  • Handlungsoptionen und Erfolgsaussichten

Dienstleistungen im Kontext

Was ist ein Erbschein?

Wie bereits erwähnt, ist der Erbschein ein Dokument, das die Erben als solche ausweist, wenn sie sich an Versicherungen, Banken, Mieter/Vermieter, Geschäftspartner und andere Stellen bezüglich des Nachlasses wenden möchten. Er dient somit der eindeutigen Identifizierung der Erben. Insbesondere dann, wenn der Erblasser kein notarielles Testament oder einen Erbvertrag hinterlassen hat, bekommt der Erhalt eines Erbscheins eine wichtige Bedeutung. Die gesetzlichen Regelungen zum Erbschein finden sich im Wesentlichen in den §§ 2353 – 2370 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Alternativ kann der Erblasser einer Person eine Vollmacht erteilen mit Gültigkeit nach dem Ableben des Erblassers. Ein Erbschein kann entbehrlich sein, wenn der Erblasser ein notarielles Testament hinterlassen hat.

Der Antrag auf Erteilung eines Erbscheins ist beim Nachlassgericht zu stellen oder beim Notar zu beglaubigen. Er wird nicht automatisch erteilt.

Mit dem Erbschein kann dann der Erbe verbindliche Entscheidungen und Rechtsgeschäfte über die Immobilien und Vermögenswerte des Nachlasses treffen und zum Beispiel laufende Darlehen beenden, bestehende Schulden tilgen oder Immobilien verkaufen. Es ist jedoch zu beachten, dass sich die Verfügungsmacht allein auf den dem Erben zustehenden Erbteil erstreckt. Welchen Betrag Sie geerbt haben und ob Sie Alleinerbe sind oder neben Ihnen weitere Erben bestehen, wird im Erbschein vermerkt.

Sollte der Nachlass auf mehrere Erben verteilt sein (gewillkürt oder durch gesetzliche Erbfolge), entsteht nach deutschem Erbrecht eine “Erbengemeinschaft”, für die ebenfalls einige Besonderheiten gelten. Um eine problematische Erbauseinandersetzung zu vermeiden, empfiehlt es sich, beizeiten einen erfahrenen Anwalt für Erbrecht zurate zu ziehen.

Gemeinschaftlicher Erbschein

Es gibt verschiedene Formen des Erbscheins, die sich nach der Anzahl der Erben und anderen zusätzlichen Faktoren richten. Gibt es einen einzelnen Erben, kann dieser einen Alleinerbschein beantragen. Bei mehreren Erben gibt es jedoch einen gemeinschaftlichen Erbschein. Das Erfordernis des gemeinschaftlichen Erbscheins ist in § 352a des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG) geregelt:

  • Sind mehrere Erben vorhanden, so ist auf Antrag ein gemeinschaftlicher Erbschein zu erteilen. Der Antrag kann von jedem der Erben gestellt werden.
  • In dem Antrag sind die Erben und ihre Erbteile anzugeben. Die Angabe der Erbteile ist nicht erforderlich, wenn alle Antragsteller in dem Antrag auf die Aufnahme der Erbteile in den Erbschein verzichten.
  • Wird der Antrag nicht von allen Erben gestellt, so hat er die Angabe zu enthalten, dass die übrigen Erben die Erbschaft angenommen haben. § 352 Absatz 3 FamFG gilt auch für die sich auf die übrigen Erben beziehenden Angaben des Antragstellers.

Für den gemeinschaftlichen Erbschein muss der Anteil aller Erben festgestellt werden, und diese müssen die Erbschaft angenommen haben. In diesem gemeinschaftlichen Erbschein wird im Folgenden festgehalten, wer die Erben sind und was ihnen aus dem Nachlass insgesamt zusteht.
Bei mehreren Erben kann von dem einzelnen Erben auch ein Teilerbschein beantragt werden. In diesem Schein wird nicht aufgeführt, welcher Erbteil den anderen Erben zusteht, sondern nur der des Antragenden Erben. Diesen Teilerbschein können alle Miterben beantragen.

Erhalt eines Erbscheins

Der Erbschein wird nicht automatisch erteilt. Er muss beim zuständigen Nachlassgericht oder bei einem Notar beantragt werden. Bei der Beantragung eines Erbscheins sind Sie verpflichtet, die notwendigen Unterlagen vorzulegen, aus denen hervorgeht, dass Sie nach dem gesetzlichen Erbrecht erbberechtigt sind. Ein Bestandteil des gesetzlichen Erbrechts ist der Pflichtteil, der für bestimmte nahe Familienangehörige gilt. Pflichtteilsberechtigte können grundsät