You are here: Home » Unsere Services » Rechtsanwalt für Strafrecht in Aachen, Köln und Düsseldorf » Drogendelikte und Betäubungsmittelstrafrecht in Deutschland

Rechtsanwalt für Drogendelikte und Betäubungsmittelstrafrecht

Rauschmitteldelikte machen einen wesentlichen Teil der strafrechtlichen Verfahren aus, wobei die verhängten Strafen schwerwiegend sein können. Ist ein Betäubungsmitteldelikt im Vorstrafenregister eingetragen, kann dies weiterhin folgenschwere Auswirkungen auf den Rest des Lebens haben. Diese Konsequenzen können sich insbesondere auf dem Arbeitsmarkt zeigen, wodurch vorbestrafte Personen oft bei Berufswahl und -bewerbung äußerst eingeschränkt sind. Auch bei der Beantragung von Visa oder Aufenthaltsgenehmigungen wird das Gewicht einer Vorbestrafung im Drogenbereich deutlich.

Aufgrund der Komplexität dieses Gebiets des Strafrechts, ist es für den Beschuldigten unerlässlich anwaltlichen Rat für seine Verteidigung in Anspruch zu nehmen. Dem nachfolgenden Beitrag können Sie entnehmen, wie Rauschmitteldelikte rechtlich geregelt sind. Sollten Sie sich jedoch in einer Situation befinden, in der Sie weitergehende Unterstützung benötigen, raten wir Ihnen direkt Kontakt zu unserem Strafverteidiger Philipp Busse aufzunehmen, der auf diesen Bereich spezialisiert ist.

Erfahrene und kompete Unterstützung, wenn Sie sie benötigen.

Schlun & Elseven betreut Sie als Full-Service Kanzlei umfassend im Strafrecht.

Wie werden Drogendelikte geregelt?

Die wichtigsten Normen im Bereich der Drogendelikte sind im Betäubungsmittelgesetz (BtMG – Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln) zu finden. Dieses Gesetz definiert die Natur der Drogendelikte, legt fest, welche Substanzen verboten sind und schreibt die Sanktionen vor, die für die verschiedenen Rauschmitteldelikte vorgesehen sind. Die verbotenen Substanzen sind dabei den Anhängen I-III BtMG zu entnehmen. Darunter fallen unter anderem Haschisch, Marihuana, Amphetamine, Metamphetamine, Kokain, Heroin, Ecstasy und LSD.

Das Betäubungsmittelrecht unterscheidet hinsichtlich der strafrechtlichen Konsequenzen zwischen den verschiedenen Betäubungsmitteln und den entsprechenden Mengen. Diese Unterscheidung ermöglicht ein effizientes Strafrechtssystem, in dem nicht alle “Drogen” gleich behandelt werden. Insbesondere in Bezug auf die eingenommene Menge wird die Differenzierung zwischen „weichen“, „mittleren“ und „harten“ Drogen deutlich. Khat, Haschisch und Marihuana sind sogenannte “weiche Drogen”, für die grundsätzlich höhere Grenzwerte gelten. Ecstasy, Amphetamin und Methamphetamin sind “mittlere” Drogen; Kokain und Heroin gelten als “harte” Drogen, wo schon geringe Mengen zu schwerwiegenden strafrechtlichen Sanktionen führen können.


Was gilt als Drogendelikt?

Nach der deutschen Gesetzgebung gelten auch viele Handlungen außerhalb des eigentlichen Drogenkonsums als Straftaten. So ist der Kauf, Verkauf und Erwerb von Drogen, deren Ein- und Ausfuhr, Herstellung und Lieferung ebenfalls strafbar. Wie im Laufe dieses Beitrages deutlich werden wird, sind auch hinsichtlich dieser Handlungen die Menge der Betäubungsmittel und die Umstände des Einzelfalls für die verhängten Strafen ausschlaggebend.

Vielen Menschen  ist dabei nicht bewusst, dass auch die reine Absicht des Drogenhandels strafbar ist, sobald zur strafbaren Tätigkeit angesetzt wurde. Sollte also ein Verkauf von Drogen letztendlich scheitern, entfällt die Strafbarkeit nicht etwa aufgrund der Behauptung, die Rauschmittel seien doch tatsächlich nicht verkauft worden.


Die relevanten Mengen

Das BtMG unterscheidet zwischen “kleinen Mengen” und “erheblichen Mengen” der Betäubungsmittel. In der Praxis wird in einer großen Zahl von Fällen eine geringe Menge zu einer Einstellung des Verfahrens führen. Handelt es sich dagegen um eine “erhebliche Menge” im Sinne des § 29a BtMG, kann dem Angeklagten eine schwere Strafe drohen, da es sich um eine Straftat handelt, für die das Gesetz eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr vorsieht.

Für eine “mittlere Menge” sieht das BtMG keinen Rechtsbegriff vor. Diese ist vielmehr im Bereich zwischen einer “geringen Menge” und einer “erheblichen Menge” anzusetzen. Für Ecstasy (MDMA/MDE/MDEA/MDA) liegt die Grenze der geringen Menge zum Beispiel bei 3 Konsumeinheiten, d.h. 3 Pillen. Die erhebliche Menge ist auf 250 Konsumeinheiten festgelegt. Dadurch wird deutlich, dass die als “über dem Normalwert” geltende Menge im Verfahren selbst bestimmt werden kann.

Die rechtliche Bewertung ist dabei immer an das Nettogewicht der Substanz gebunden, das vergiftungsfördernd ist. Das bedeutet also, dass der Besitz oder Handel mit “schlechtem Gras” nicht so streng bestraft werden darf wie der mit “gutem Gras”. In dieser Hinsicht ist der THC-Gehalt (Tetrahydrocannabino) maßgeblich. Der THC-Gehalt von Marihuana liegt in der Regel bei etwa 17-18%. Allerdings gibt es erhebliche Schwankungen, wobei der THC-Gehalt bei Marihuana zwischen 10-30% liegt.


Abbruch des Verfahrens, Therapie statt Inhaftierung

Im Rahmen von Straftaten mit Betäubungsmitteln in geringen Mengen ist es oft möglich, das Verfahren nach § 31a BtMG oder § 29 (5) BtMG einzustellen. Diese Handlungen gelten in der Regel als nicht erheblich genug, um gerichtlich zu verfahren.

Gem. § 31a BtMG kann von der Strafverfolgung abgesehen werden, wenn die Schuld des Täters als gering anzusehen wäre, kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht und das Betäubungsmittel dem Eigengebrauch dient. Die verschiedenen Justizministerien der Länder geben den Strafverfolgungsbehörden in diesem Zusammenhang Richtlinien vor, die diese bei der Anwendung des § 31a BtMG zu beachten haben. Die differierenden Vorgaben in den Bundesländern führen dazu, dass die Behörden diese Nachsicht oftmals unterschiedlich üben.

Eine besondere Behandlung erfolgt in der Regel bei drogenabhängigen Straftätern: Es gilt der Grundsatz „Therapie statt Strafe“. Dies bedeutet, dass im Betäubungsmittelrecht unter bestimmten Voraussetzungen der Strafvollzug zugunsten einer Therapie zurückgestellt werden kann. Ob dies im Einzelfall möglich ist, richtet sich nach den besonderen Umständen des Sachverhalts, sowie der verübten Straftat.


Ermittlungen auf dem Gebiet der Drogendelikte

Im Rahmen des Rauschmittelrechts steht den Strafverfolgungsbehörden ein breites Spektrum an Ermittlungsmaßnahmen zur Verfügung. Oft geht dies mit erheblichen Beeinträchtigungen der Beschuldigtenrechte einher, insbesondere wenn geheime Maßnahmen ergriffen werden, von denen der Betroffene nicht in Kenntnis gesetzt wird. Auch Wohnungsdurchsuchungen können oft zu Rechtsverletzungen führen.

Für einen Beschuldigten, der sich in einer solchen Situation befindet, kann es von großem Vorteil sein, mit dem strafrechtlichen Verfahren vertraut zu sein oder einen gesetzlichen Vertreter zu haben, der die rechtliche Lage genauestens kennt. Die Überprüfung der Rechtmäßigkeit der Ermittlungsmaßnahmen und der Einspruch gegen rechtswidriges Vorgehen ist eine wichtige Aufgabe der Verteidigung.

Die Verteidigung hat eine Vielzahl von Möglichkeiten, das Verfahren im Interesse des Mandanten in eine bestimmte Richtung zu lenken. Die frühzeitige Beauftragung eines Strafverteidigers ist aufgrund der Komplexität der Drogendelikte unerlässlich. Unser Rechtsanwalt Philipp Busse ist als ehemaliger Staatsanwalt in dem Bereich des Betäubungsmittelrechts besonders geschult und steht Ihnen gerne zu Verfügung. Nehmen Sie dazu am besten direkt Kontakt zu unserer Kanzlei auf.

Schlun & Elseven Rechtsanwälte Logo

Praxisgruppe für Drogendelikte und Betäubungsmittelstrafrecht

Rechtsanwalt Aykut Elseven

Aykut Elseven
Rechtsanwalt

Dr. Tim Schlun

Dr. Tim Schlun
Rechtsanwalt

Rechtsanwalt Jens Schmidt

Jens Schmidt
Rechtsanwalt

Rechtsanwalt Philipp Busse

Philipp Busse
Rechtsanwalt

Kontaktieren Sie unsere Praxisgruppe für Drogendelikte und Betäubungsmittelstrafrecht

Jetzt Rechtsanwalt für Drogendelikte und Betäubungsmittelstrafrecht kontaktieren

Nutzen Sie das nachstehende Formular, um uns Ihr Anliegen im Drogendelikte und Betäubungsmittelstrafrecht zu schildern. Nach Erhalt Ihrer Anfrage werden wir Ihnen anhand des geschilderten Sachverhaltes eine kurze Ersteinschätzung abgeben und ein Kostenangebot zukommen lassen. Anschließend können Sie entscheiden, ob Sie uns den Auftrag erteilen möchten.

Standorte


Bürozeiten

Mo. – Fr: 09:00 – 19:00
24h Kontakt:
0221 93295960
E-Mail:
info@se-legal.de

Termine nur nach telefonischer Absprache.

Rechtsanwalt in
Aachen

Schlun & Elseven
Rechtsanwälte PartG
Von-Coels-Str. 214
52080 Aachen
Tel: 0241 4757140
Fax: 0241 47571469

Rechtsanwalt in
Köln

Schlun & Elseven
Rechtsanwälte PartG
Kyffhäuserstr. 45
50674 Köln
Tel: 0221 93295960
Fax: 0221 932959669

Rechtsanwalt in
Düsseldorf

Schlun & Elseven
Rechtsanwälte PartG
Düsseldorfer Str. 70
40545  Düsseldorf
Tel: 0211 882 84196
Fax: 0221 932959669

Konferenzräume

München 80339
Theresienhöhe 28

Hamburg 20354
Neuer Wall 63

Berlin 10785
Potsdamer Platz 10

Stuttgart 70174
Friedrichstraße 15

Frankfurt 60314
Hanauer Landstrasse 291 B