Der Erwerb der doppelten Staatsbürgerschaft

Ihr Rechtsanwalt für Staatsangehörigkeitsrecht

Der Erwerb der doppelten Staatsbürgerschaft

Ihr Rechtsanwalt für Staatsangehörigkeitsrecht

Immer mehr Deutsche, die dauerhaft im Ausland leben, möchten die Staatsangehörigkeit ihrer neuen Heimat annehmen, ohne die Beziehung zu ihrem Heimatland zu kappen. Und umgekehrt: Viele Ausländer, die sich dauerhaft in Deutschland niedergelassen haben, möchten ihre Zugehörigkeit zu Deutschland zum Ausdruck bringen, ohne auf ihre ursprüngliche Staatsangehörigkeit verzichten zu müssen. Mit dem Reformvorschlag zum Staatsangehörigkeitsrecht soll die Mehrstaatigkeit künftig nicht mehr eine Ausnahme bilden, sondern generell zugelassen werden. Damit sowohl die Notwendigkeit des Antrags auf Beibehaltung der deutschen Staatsangehörigkeit (Beibehaltungsgenehmigung) entfallen – als auch die sogenannte Optionsregelung.

In diesem Zusammenhang bietet die Kanzlei Schlun & Elseven einen gleichermaßen kompetenten wie engagierten Rechtsbeistand an. Ganz gleich, ob bei der Einbürgerung, der doppelten Staatsbürgerschaft oder einem Verzicht der deutschen Staatsangehörigkeit – unser Rechtsteam betreut Ihr Anliegen mit dem nötigen Fachwissen und Engagement. Wir übernehmen für Sie gerne die gesamte Beantragung, um einen möglichst schnellen Ablauf des Antragsverfahrens zu gewährleisten. Dabei sorgen wir für die Klärung aller offenen Fragen mit den zuständigen Behörden, damit Sie sich vollends auf Ihre Kernaufgaben konzentrieren können. Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch bei weiteren Fragen rund um das Staatsbürgerschaftsrecht zur Verfügung. Um stets auf dem Laufenden in Bezug auf die neuesten Gesetzesänderungen zu sein, lesen Sie unseren Beitrag über aktuelle Entwicklungen im Staatsangehörigkeitsrecht.

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Unsere Dienstleistungen

Vertretung im Antragsverfahren
  • Entwicklungen im deutschen Staatsbürgerschaftsrecht
  • Feststellung des Anspruchs auf die doppelte Staatsbürgerschaft
  • Beschaffung aller erforderlichen Unterlagen
  • Beantragung einer Beibehaltungsgenehmigung
  • Klärung aller offenen Fragen mit der zuständigen Behörde
Dienstleistungen im Kontext

Kernpunkte der Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts

Mit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts wird das Ziel verfolgt, die Einbürgerungszahlen zu erhöhen. Ein wesentlicher Punkt ist daher die erhebliche Verkürzung der Mindestaufenthaltsdauer von bisher 8 Jahren auf 5 Jahren, in besonderen Fällen auf 3 Jahre, § 10 Abs. 1, Abs. 3 StAG. Das Besondere: Die Bewerber sollen künftig die Möglichkeit haben, die bisherige Staatsangehörigkeit und damit die Verbundenheit zum Heimatstaat aufrechtzuerhalten (Mehrstaatigkeit). Weitere Änderungen im Staatsangehörigkeitsrecht betreffen:

  • Ausweitung des Bekenntnisses zur freiheitlich demokratischen Grundordnung auf die Distanzierung von antisemitischen, rassistischen oder sonstigen menschenverachtend motivierten Handlungen, § 10 StAG,
  • Ersetzung der „Einordnung in die deutschen Lebensverhältnisse“ durch konkrete Ausschlussgründe, § 8 StAG,
  • Anpassung der erforderlichen Sprachkenntnisse.

Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft

§ 3 StAG legt fest, dass die deutsche Staatsbürgerschaf unter folgenden grundlegenden Voraussetzungen erworben werden kann:

Eine doppelte Staatsbürgerschaft ist insbesondere im Rahmen der Einbürgerung und der Abstammung ein Thema, kann aber auch durch Erklärung, Annahme als Kind und Ausstellung der Bescheinigung für Spätaussiedler erreicht werden. In jedem Fall ist eine doppelte Staatsbürgerschaft von mehreren Faktoren abhängig, wobei stets die Rechtsordnungen beider Staaten beachtet werden müssen.

Doppelte Staatsbürgerschaft für im Ausland geborene Kinder

Insbesondere beim Erwerb der deutschen Staatsbürgerschaft durch Abstammung stellt sich die Frage nach einer doppelten Staatsbürgerschaft. Nach deutschem Recht hat das Kind grundsätzlich Anspruch auf die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn mindestens ein Elternteil deutscher Staatsbürger ist. Dies gilt auch dann, wenn das Kind im Ausland geboren wurde (Bsp.: Das Kind ist in Kanada geboren, die Mutter ist deutsch, der Vater ist Australier). Mit der Reform des Staatsangehörigkeitsrechts und der generellen Zulassung von Mehrstaatigkeit ändern sich bei im Ausland geborenen Kindern auch die Voraussetzungen für den Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit bzw. diese werden aufgehoben. So sollen künftig deutlich mehr Kinder per Geburt die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben.

Doppelte Staatsbürgerschaft für in Deutschland geborene Kinder ausländischer Eltern | Ius-Soli-Prinzip

Für in Deutschland geborene Kinder, deren Eltern keine deutschen Staatsangehörigen sind, gilt seit 2000 das Geburtsortprinzip. Demzufolge kann das Kind und mindestens ein Elternteil die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben, wenn zum Zeitpunkt der Geburt ein Elternteil seit acht Jahren (bzw. mit der Reform des Gesetzes fünf Jahren) rechtmäßig seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland und ein unbefristetes Aufenthaltsrecht hat (§ 4 Abs. 3 StAG). Diese Regelung basiert auf dem Gedanken, dass einem Kind, das in Deutschland geboren ist und hier aufwachsen wird, die Integration in die deutsche Gesellschaft erleichtert werden soll.

Zunächst wurde im Jahr 2000 das Ius-Soli-Prinzip eingeführt, nachdem Kinder von Ausländern bei ihrer Geburt automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit erhielten, sofern mindestens ein Elternteil seit 8 Jahren seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hatte und über ein Aufenthaltsrecht verfügte. Diese Kinder mussten dann bis zum vollendeten 23. Lebensjahr eine Entscheidung hinsichtlich ihrer Staatsangehörigkeit treffen – entweder die deutsche oder die andere Staatsangehörigkeit wählen. Ab 2014 wurde diese Optionspflicht aufgeweicht, sodass Kinder, für die das Ius-Soli-Prinzip galt, aber die in Deutschland aufgewachsen und zur Schule gegangen waren, beide Staatsangehörigkeiten beibehalten konnten.

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