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Rechtsanwalt für Strafrecht bei Geldwäsche

Der jährliche Umsatz von „gewaschenen“ Geldbeträgen in Deutschland wird auf einen zweistelligen Milliardenbereich und höher geschätzt, was die Straftat der Geldwäsche zu einem erheblichen kriminalistischen Problem macht. Der Straftatbestand der Geldwäsche ist grundsätzlich in § 261 des Strafgesetzbuchs (StGB)  normiert. Darüber hinaus sind verbotene Handlungen, die damit im Zusammenhang stehen genauer im Gesetz über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten, auch Geldwäschegesetz (GwG)  genannt, geregelt. Dieses Gesetz beinhaltet außerdem die Vorgaben der Geldwäscherichtlinien der Europäischen Union und unterlag daher in den letzten Jahren einigen Veränderungen z.B. der Verschärfung von Compliance-Anforderungen.

Diese raschen gesetzlichen Modifizierungen und Verschärfungen können jedoch häufig dazu führen, dass Personen fälschlicherweise einer Straftat nach dem geänderten Gesetz beschuldigt werden. Dies gilt vor allem für Geschäftsleute in schnelllebigen wirtschaftlichen Bereichen. Für sie ist ein Vorwurf der Geldwäsche oder einer anderen Tathandlung in diesem Zusammenhang besonders schädlich, weil das Vertrauen ihrer Kunden auf dem Spiel steht. In der Geschäftswelt ist es daher bei einer solchen Beschuldigung von entscheidender Bedeutung rechtzeitig einen erfahrenen und zuverlässigen Rechtsanwalt für Wirtschaftsstrafrecht, insbesondere Geldwäschedelikte, zu beauftragen.

Die richtige Verteidigung in schwierigen Zeiten

Geldwäsche ist kein zu vernachlässigendes Delikt. Wir unterstützen Sie.

Was ist Geldwäsche?

Unter Geldwäsche versteht man den Vorgang des Einbringens oder Versteckens illegal erworbenen Geldes oder anderer Vermögenswerte inmitten legitimer Wirtschaftskreisläufe bzw. Geschäftseinnahmen. Zum Beispiel, wenn Einnahmen aus kriminellen Aktivitäten wie Drogen- oder Betrugsdelikten durch Unterhalten eines legitimen Geschäftes oder Investitionen in ein legales Unternehmen verborgen werden. Zunächst wird der Straftatbestand der Geldwäsche mit Aktivitäten von organisierter Kriminalität in Verbindung gebracht. Tatsächlich werden häufig am Wirtschaftsmarkt aktive Geschäftsleute oder Privatpersonen mit entsprechenden Vorwürfen konfrontiert. Dies liegt vor allem daran, dass sich raschen Vermögensübertragungen auf dem Finanz- und Wirtschaftsmarkt oft im Grenzbereich zur Geldwäsche abspielen können bzw. diese mit einem Geldwäschegeschäft in Berührung kommen, ohne dies zu beabsichtigen oder voraussehen zu können.

Von Banken wird daher auch erwartet, dass verdächtige Transaktionen frühzeitig gemeldet werden und sie gegenläufige Maßnahmen ergreifen. Dies steht nicht selten im Widerspruch zum Vertrauensschutz ihrer Kunden und etwaigen Geheimhaltungsinteressen. Das richtige Verhalten bei geldwäscheverdächtigen Transaktionen kann somit ein schwieriger Balanceakt sein, der durch rechtliche Unterstützung und Beratung durch einen Rechtexperten im Strafrecht in Ihrem Interesse erleichtert werden kann.


Wie kann Geldwäsche nachgewiesen werden?

Die Nachweisbarkeit einer Geldwäschestraftat kann sich aufgrund von Verschleierungstaktiken als besonders schwierig erweisen. Insbesondere die Rückverfolgung der Herkunft des Geldes kann die Strafverfolgungsbehörden vor teilweise unlösbare Aufgaben stellen. Denn die Vereitelung oder Gefährdung der Sicherstellung der Vermögenswerte ist bereits Teil des Straftatbestandes der Geldwäsche nach § 261 StGB  Insgesamt stellt diese Norm folgende Anforderungen an die Verwirklichung des Geldwäschetatbestandes:

  • Das fragliche Geld oder ein sonstiger Gegenstand muss aus einer der in § 261 Abs. 1 Satz 2 StGB aufgelisteten strafbaren Handlung herrühren,
  • Der Täter muss es verbergen, dessen Herkunft verschleiern oder die Ermittlung der Herkunft, das Auffinden, die Einziehung oder die Sicherstellung vereiteln oder gefährden.
  • Dem Täter muss bewusst sein, dass die Vermögenswerte aus kriminellen Aktivitäten und Straftaten

Für den Beweis einer Geldwäschestraftat gibt es demnach eine ganze Reihe von Aspekten, die von den Strafverfolgungsbehörden zu beachten sind. Neben dieser dargestellten vorsätzlichen Begehung der Straftat gibt es auch die Möglichkeit eine Person wegen fahrlässigen Handlungen im Rahmen der Geldwäsche zu bestrafen.

Sollte sich ein Beschuldigter daher in einer Situation befinden, in der festgestellt werden kann, dass das sichergestellte Geld aus einer kriminellen Tätigkeit stammt, aber nicht welche genaue Handlung von ihm vorgenommen wurde, kann er dennoch wegen fahrlässiger Straftatangeklagt werden. Dabei ist zu beachten, dass Geldwäschedelikte, die auf Fahrlässigkeit statt auf Vorsatz beruhen grundsätzlich einem geringeren Strafmaß unterliegen.


Was sind die Sanktionen für Geldwäschedelikte?

Wer sich wegen einfacher Geldwäsche nach § 261 Abs. 1 StGB strafbar macht, muss mit einer Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren rechnen. Handelt der Täter gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande, die sich zur fortgesetzten Begehung einer Geldwäsche verbunden hat liegt nach § 261 Abs. 4 StGB ein schwerer Fall der Geldwäsche vor. Dieser hat ein erhöhtes Strafmaß von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Ein im Vergleich zur einfachen Geldwäsche geringeres Strafmaß liegt bei denselben Geldwäschehandlungen vor, wenn der Täter währenddessen leichtfertig nicht erkennt, dass das Geld oder der Gegenstand aus einer Straftat herrührt, also besonders fahrlässig handelt. Dann reicht die angedrohte Strafe von Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren.

Eine Person, die die Straftat freiwillig bei der zuständigen Behörde anzeigt, kann nach § 261 Abs. 9 StGB einer Strafbarkeit vollständig entgehen, wenn die Tat zu dem Zeitpunkt nicht bereits ganz oder zum Teil entdeckt war. Dasselbe gilt, wenn der Verdächtige die Sicherstellung des Gegenstandes bewirkt, auf den sich die Straftat bezieht.

Über die Strafen des § 261 StGB  hinaus können durch Geldwäschedelikte weitere Sanktionen hervorgerufen werden. Wenn sich zum Beispiel herausstellt, dass der Geschäftsführer eines Unternehmens Geld aus einer Straftat unter Benutzung seiner Stellung im Unternehmen verschleiert hat, kann er von diesem Posten für eine erhebliche Zeit in der Zukunft ausgeschlossen werden. Ein in einen solchen Fall verwickeltes Unternehmen kann außerdem wichtige Lizenzen für bestimmte Branchentätigkeiten verlieren. Zudem drohen hohe Geldstrafen.

Für weitere Informationen über Wirtschaftskriminalität und die vorbeugenden Pflichten von Geschäftsführern im Rahmen von Compliance-Maßnahmen empfehlen wir unsere zusätzlichen Informationsseiten oder persönlichen Kontakt zu einem unserer qualifizierten Rechtsanwälte für Strafrecht.


Welche Unternehmen tragen das höchste Risiko in den Verdacht der Begehung eines Geldwäschedelikts zu geraten?

Da die Geldwäschetatbestände vor allem die Verteilung von erheblichen illegal erlangten Geldsummen beinhalten, bestehen zuvorderst für Finanzinstitute und Unternehmen im Finanzsektor besondere Pflichten zur Prävention vor möglichen Straftaten. Diese sind häufig (unverschuldeter) Schauplatz von Geldwäschedelikten. Es wird erwartet, dass sie gewisse Schutzmaßnahmen und Überwachungsmechanismen etablieren und über eine besonders umfangreiche Compliance-Struktur verfügen. Banken müssen zum Beispiel verdächtige Transaktionen untersuchen, darüber regelmäßig Berichte erstellen und den zuständigen Behörden Auskunft erteilen.

Ebenso sind Personen und Unternehmen in Rechtsberufen wie Rechtsanwälte und Notare verpflichtet, sicherzustellen, dass sie nicht in Geldwäschedelikten aktiv sind. Sozietäten, Anwaltskanzleien aber auch Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern müssen die Vorgaben im Geldwäschegesetz schon aus persönlichem Interesse genaustens bekannt sein und sind dazu angehalten bei den ihnen anvertrauten Fällen gesetzeskonform arbeiten. Des Weiteren sind die vorbeugenden Schutzmaßnahmen der Berufsverbände bzw. Rechtsanwalts- und Wirtschaftsprüferkammern einzuhalten. Ein Verstoß gegen solche Selbstregulierungsvorschriften kann ansonsten erhebliche Konsequenzen für ihre berufliche Zukunft haben.


In welchen Bereichen wird in Deutschland vornehmlich Geldwäsche betrieben?

Besonders der Immobilienmarkt in Deutschland wird in großem Umfang zur Geldwäsche genutzt. Er wurde in der Vergangenheit mit Geldwäschebeträgen im Wert von mehreren Milliarden Euro in Verbindung gebracht und es konnten Rückschüsse zur italienischen Mafia hergestellt werden. Das geänderte Geldwäschegesetze soll mit neuen Mitteln wie dem Transparenzregister die Geldwäschedelikte auf dem Immobilienmarkt gezielt bekämpfen. Ob die ergriffenen Maßnahmen erfolgreich sein werden, bleibt abzuwarten und anzuzweifeln, da sich schon jetzt viele Investoren gar nicht erst in das Transparenzregister eintragen.

Neben dem Immobilienmarkt sind auch andere Wirtschaftsbereiche für Geldwäschedelikte anfällig. Auch die Automobilindustrie, der Kunsthandel und Glücksspielunternehmen werden vermehrt dazu genutzt Geldbeträge aus Straftaten zu verstecken oder zu verschleiern. Insgesamt gilt Deutschland aufgrund der wirtschaftlichen Stärke als attraktiver Standort für Geldwäschegeschäfte. Da die Geldwäsche jedoch als langfristiger und nachhaltiger Verhinderer des Wirtschaftswachstums gilt, will die Bundesregierung nun härtere Maßnahmen ergreifen, was sich jedenfalls zum Teil an der Änderung des Geldwäschegesetzes festmachen lässt. Das härtere Durchgreifen in Wirtschaftsbranchen, die besonders anfällig für Geldwäschedelikte sind, kann indes dazu führen, dass viele legitime und redliche Geschäftsleute und andere Privatpersonen unberechtigter Weise in den Blick der Strafverfolgungsbehörden geraten.


Was ist bei einem Verdacht auf Geldwäsche zu tun?

Vor allem als selbständiger Geschäftsinhaber oder Geschäftsführer eines Unternehmens sollten sie bei einem vorliegenden Verdacht auf ein Geldwäschedelikt folgende Dinge beachten:

  • Die Finanzunterlagen sollten jederzeit auf dem neusten Stand gehalten und entsprechend regelmäßig aktualisiert werden
  • Die Transaktionen des Unternehmens müssen zur Kenntnis genommen werden
  • Die Finanzkonten des Unternehmens sollten in klarer Ordnung gehalten werden
  • Außerdem müssen die Anforderungen an Sorgfaltspflichten und Compliance-Maßnahmen bei der Zusammenarbeit mit Kunden und deren Transaktionen vervollständigt werden.
  • Insgesamt ist dabei m Blick zu halten, dass größere Transaktionen, insbesondere überraschende aus ungewöhnlichen Quellen stammende oder solche ohne finanzielle Rechtfertigung, Anlass zu Misstrauen geben können.

Sollten Sie Verdachtsmomente bei der Ausführung von Transaktionen oder der Zusammenarbeit mit Kunden hegen, ist es ratsam, sich zunächst zur neutralen Beratung an einen Anwalt zu wenden, der sich auf dem Gebiet der Geldwäschedelikte auskennt. Voreilige Handlungen können den Verlust eines geschätzten Kunden zur Folge haben, während nicht rechtzeitig getroffene Maßnahmen dem Ruf eines Unternehmens schädigen und die Strafverfolgungsbehörden alarmieren können. Zudem ist oft von entscheidender Bedeutung sicherzustellen, dass im Unternehmen präventive Mechanismen und Maßnahmen zur Einhaltung der Geldwäschebestimmungen etabliert wurden. Wenn Sie sich also bezüglich der Rechtslage unsicher sind, sollten Sie vor der Entscheidung, sich an die Behörden zu wenden daher Rechtsbeistand in Anspruch nehmen.


Strafverteidigung bei Geldwäschedelikten

Bei Schlun & Elseven vertreten unsere qualifizierten Rechtsanwälte deutsche sowie internationale Mandanten in allen Bereichen des Strafrechts insbesondere des Wirtschaftsstrafrechts. Bei Geldwäschedelikten ist das Risiko für redliche und unschuldige Geschäftsleute besonders groß, durch Tätigkeiten im jeweiligen für Geldwäsche anfälligen Wirtschaftsbereich, unwissentlich in einen solchen strafbaren Prozess verwickelt zu sein. Der Verdacht einer Beteiligung kann zu tiefgreifenden Ermittlungen gegen den Verdächtigen führen inklusive der Möglichkeit zu Durchsuchungs- und Beschlagnahmemaßnahmen.

Für die richtige Vorgehensweise in einem solchen Verdachtsfall ist die Beauftragung eines erfahrenen Rechtsanwalts für Strafrecht erforderlich. Denn für diesen ist der Kontakt zu Strafverfolgungsbehörden und Strafrichtern sowie der Ablauf des Strafverfahrens längst Routine. Unsere Strafverteidiger stellen während des gesamten Ermittlungsverfahrens und dem ggf. darauffolgenden Strafprozess Ihre Rechte sicher und gewährleisten Ihnen einen professionellen Rechtsbeistand. Sollten Sie weitere Informationen zu präventiven rechtlichen Leistungen oder der gerichtlichen sowie außergerichtlichen Unterstützung im Verdachtsfall benötigen, kontaktieren Sie gerne unsere Rechtsanwälte für Strafrecht für ein persönliches Gespräch.

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Wenn Sie auf der Suche nach einer Rechtsvertretung im Strafrecht sind, müssen Sie nur Schlun & Elseven Rechtsanwälte kontaktieren. Unser multidisziplinäres und mehrsprachiges Team von Rechtsanwälten bietet Unterstützung in einer Reihe von strafrechtlichen Bereichen wie Wirtschaftskriminalität, Verkehrsdelikte sowie Hausdurchsuchungen und polizeiliche Beschlagnahmen. Unsere Kanzlei hat bereits eine langjährige Erfahrung in der Vertretung von inländischen und internationalen Mandanten im deutschen Strafrecht. Uns liegt eine klare Kommunikation gerade in Strafrechtsfällen besonders am Herzen. Daher bieten wir unsere Dienstleistungen in  Englisch und Deutsch an. Mit Büros in Aachen, Köln und Düsseldorf sowie Konferenzräumen in Berlin, Frankfurt, München, Hamburg und Stuttgart stehen wir Ihnen bundesweit zur Verfügung.

In diesem Artikel wurden die Geldwäschedelikte kurz skizziert und Ihnen hoffentlich einige allgemeine Fragen zu diesem Thema beantwortet. Letztlich ersetzt dies aber keine persönliche, auf Ihren konkreten Sachverhalt zugeschnittene Rechtsberatung. Mit der Beauftragung eines Rechtsbeistandes können wir von der allgemeinen Beratung zu einem persönlicheren Service übergehen und Ihren Fall oder strafrechtlichen Vorwurf genauer analysieren. Sollten Sie akuten Rechtsrat zu Geldwäsche oder anderen strafrechtlichen Fragen benötigen, zögern Sie nicht, uns unter der 24h-Hotline +49 241 4757140 anzurufen.

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