Das deutsche Strafverfahren ist darauf ausgerichtet dem Beschuldigten die Gelegenheit zu geben, sich zu einem Vorwurf zu äußern. Diese Möglichkeit besteht zunächst im Rahmen einer Vernehmung durch die Polizei. Mag dies jedoch zunächst zur eigenen Entlastung geeignet erscheinen, führen Aussagen des Beschuldigten nicht selten dazu, dass dieser sich selbst belastet. Deswegen sollten Sie einer Vorladung durch die Polizei nicht direkt Folge leisten, sondern zunächst einen Anwalt aufsuchen bevor Sie sich zur Sache äußern.

Zu betonen ist, dass Sie entgegen allgemeiner Ansicht, als Beschuldigter nicht verpflichtet sind, einer solchen Vorladung der Polizei Folge zu leisten.

Angesichts des Umstands, dass dem Beschuldigten der genaue Vorwurf zu diesem Zeitpunkt nicht bekannt ist, besteht die Gefahr, dass sich dieser letztendlich sogar stärker belastet, als die Beschuldigung reicht. Daher ist eine Einsicht in die Ermittlungsakte durch einen Anwalt vor jeder Äußerung des Beschuldigten äußerst ratsam. Kontaktieren Sie uns daher am besten sobald Sie die Vorladung erhalten haben. Unser Strafverteidiger Philipp Busse fordert ihre Akte ein, um eine bestmögliche Verteidigung zu ermöglichen und sie vor unbedachten Äußerungen zu schützen.


Gebotenes Verhalten bei Erhalt einer Polizeivorladung

Sollten Sie eine Vorladung als Beschuldigter der Polizei erhalten haben, ist zunächst Vorsicht geboten. Auch wenn es zunächst hilfreich erscheinen mag, Tatsachen kundzutun, die den Vorwurf vermeintlich entkräften, können derartige Aussagen häufig später gegen Sie verwendet werden. Unvorsichtige Äußerungen verschärfen Ihre Situation oft. Vernehmungen durch geschulte Polizeibeamte sind für den Beschuldigten in der Regel psychisch sehr belastend, was oftmals dazu führt, dass sich der Beschuldigte nicht über die Tragweite seiner Äußerungen bewusst ist. Dies gilt insbesondere da die Beamten mit diversen Vernehmungsstrategien vertraut sind, die häufig eine einschüchternde Wirkung auf den Beschuldigten haben.

Es ist deshalb ratsam, sich zunächst nicht zum Tatvorwurf zu äußern. Einen wesentlichen Grundsatz des Strafrechts konstituiert das Schweigerecht des Beschuldigten. Bevor Sie einen Anwalt konsultiert haben, sollten Sie von diesem Recht auch Gebrauch machen. Andernfalls beschränken Sie sich selbst in Ihren Verteidigungsmöglichkeiten. Eine erfolgreiche Verteidigung ist nur auf Basis aller Informationen möglich.

Unser Strafverteidiger fordert gerne Ihre Akte ein und kann auf dieser Grundlage die bestmögliche Strategie entwickeln, um einen bestehenden Tatverdacht zu entkräften. Ohne zu wissen, was Ihnen genau vorgeworfen wird, können Sie sich durch weitreichende Aussagen noch weiter zu belasten. Um dies zu vermeiden, raten wir Ihnen, einer Vorladung durch die Polizei nicht direkt Folge zu leisten. Kontaktieren Sie uns daher, sobald Sie eine Vorladung erhalten haben, um eine erfolgreiche Verteidigung zu ermöglichen.


Keine Pflicht der Folgeleistung

Es besteht keine Verpflichtung des Beschuldigten, einer Vorladung der Polizei zu folgen. Der unverbindlichen Ladung können Sie einfach absagen. Auch ein etwaiger Zusatz in der Vorladung, dass im Verhinderungsfall die rechtzeitige Mitteilung des Verhinderungsgrundes erbeten wird, ändert daran nichts. Der Beschuldigte ist weder verpflichtet, aufgrund der Vorladung zu erscheinen, noch dazu, sein Fernbleiben zu entschuldigen.

Als Beschuldigter sind Sie lediglich dazu verpflichtet, Angaben zu Ihrer Person zu machen. So müssen Sie auf Nachfrage etwa Ihren Namen, Anschrift, Geburtsdatum und -ort nennen. Hinsichtlich weiterer Angaben, insbesondere bezüglich des Tatverdachts, sollten Sie von weiteren Angaben absehen. Nachteilige Konsequenzen drohen Ihnen aufgrund der Ausübung Ihres Schweigerechts nicht.

Hervorzuheben ist jedoch, dass dies nur für eine Vorladung der Polizei gilt. Sollten Sie eine Vorladung der Staatsanwaltschaft oder des Gerichts erhalten haben, sind Sie verpflichtet zu erscheinen. Jedoch steht Ihnen auch hier das Schweigerecht zu.


Nehmen Sie Kontakt auf

Um sich nicht weiter zu belasten, empfehlen wir Ihnen unmittelbar nach Erhalt einer Vorladung Kontakt zu unserer Kanzlei aufzunehmen. Rechtsanwalt Philipp Busse fordert gerne Ihre Akte ein und berät Sie zum weiteren Vorgehen. So ist Ihre bestmögliche Verteidigung garantiert.

ONLINE-ANFRAGE

Nutzen Sie das nachstehende Formular, um uns Ihr Anliegen bezüglich der polizeilichen Vorladung in Deutschland mitzuteilen. Nach Erhalt Ihrer Anfrage werden wir Ihnen anhand des geschilderten Sachverhaltes eine kurze Ersteinschätzung abgeben und ein Kostenangebot zukommen lassen. Anschließend können Sie entscheiden, ob Sie uns den Auftrag erteilen möchten.

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