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Adoptionsrecht in Deutschland

Im Jahr 2019 wurden in Deutschland insgesamt 3744 Kinder adoptiert. Bei 63 % dieser handelte es sich um sogenannte Stiefkindadoptionen. Demnach ist es keine Seltenheit mehr, dass das Kind des/der Partner/in adoptiert wird, um selbst ebenfalls rechtlich zu einem Elternteil zu werden. Darüber hinaus kann die Adoption eine Alternative sein, wenn ein Paar einen Kinderwunsch hat, aber selbst keine Kinder bekommen kann. In der Regel ist das Adoptionsverfahren jedoch sehr langwierig und an strenge Voraussetzungen gebunden. Welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, wie die Adoption abläuft, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und welche Folgen eine Adoption mit sich bringt, erfahren Sie in den nachfolgenden Absätzen.

Unser Team von erfahrenen deutschen Familienanwälten bei Schlun & Elseven Rechtsanwälte berät und vertritt Sie in allen Fragen des Adoptionsrechts in Deutschland. Von unseren Büros in Köln, Aachen und Düsseldorf aus unterstützen wir unsere Mandanten dabei, das Adoptionsverfahren zu durchlaufen und sich durch die rechtlichen Notwendigkeiten zu arbeiten. Kontaktieren Sie uns unter den unten stehenden Kontaktdaten, um eine kompetente Beratung im deutschen Familienrecht zu erhalten.

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Aktuelle Rechtslage: deutsches Adoptionsrecht

Das deutsche Adoptionsrecht ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt. Dabei unterscheidet der deutsche Gesetzgeber zwischen der Adoption eines Minderjährigen (§§ 1741 ff. BGB) und der eines Volljährigen (§§ 1767 ff. BGB). Darüber hinaus sind im Adoptionsvermittlungsgesetz (AdVermiG) weitere Details zum Adoptionsverfahren sowie zur Adoptionsvermittlung geregelt.

Grundsätzlich wird durch eine Adoption ein Verhältnis zwischen den Eltern oder einem annehmenden Elternteil und dem Kind begründet. Dieses Verhältnis ist von der biologischen Abstammung des Kindes unabhängig. Nach einer rechtlich wirksamen Adoption ist ein minderjähriges Adoptivkind leiblichen Kindern gleichgestellt, sodass ihm die gleichen Rechte und Pflichten zukommen.


Adoptionsformen nach deutschem Adoptionsrecht

Die gängigste Variante einer Adoption ist die eines minderjährigen Kind. Bereits hier bilden sich verschiedene Formen der Adoption, die jeweils unterschiedliche Rechtsfolgen mit sich bringen. Im Folgenden erläutern wir Ihnen alles Wissenswertes zu den verschiedenen Adoptionsformen:

Adoption Minderjähriger

Bei der Adoption eines Minderjährigen ist zwischen drei verschiedenen Formen zu unterscheiden. Entscheidend ist dabei das Verhältnis der Adoptiveltern zu den leiblichen Eltern des minderjährigen Kindes:

Liegt der Wunsch einer Adoption vor, wäre zunächst die Inkognito-Adoption möglich. Dabei bleiben die Daten der leiblichen Eltern unter Verschluss, sodass kein Kontakt zwischen diesen und den Adoptiveltern möglich ist. Allerdings besteht für das Kind die Möglichkeit in die Vermittlungsakte einzusehen. Dies ist jedoch erst bei Erreichung des 16. Lebensjahres möglich. Darüber hinaus kann dem Kind gemäß § 63 Abs. 1 Personenstandsgesetz (PStG) ein beglaubigter Ausdruck des Geburtseintrags erteilt werden. Demnach besteht für das Kind dennoch die Möglichkeit einiges über seine leiblichen Eltern zu erfahren. Vor dem 16. Lebensjahr liegt die Entscheidung über die Einsicht in die Akte bei den Adoptiveltern.

Auch kann die Adoption eines minderjährigen Kindes in Form einer halboffenen oder offenen Adoption stattfinden:

Bei der halboffenen Adoption besteht die Möglichkeit einer Kontaktaufnahme zwischen den leiblichen und den Adoptiveltern. Allerdings handelt es sich hierbei um einen Kontakt in Form eines persönlichen Treffens, dass von der zuständigen Adoptionsvermittlungsstelle arrangiert wird. Kontaktdaten werden dabei nicht ausgetauscht. Ein solches Gespräch ermöglicht den abgebenden leiblichen Eltern sich einen ersten Eindruck der annehmenden Adoptiveltern machen zu können. Diese Form der Adoption ermöglicht zudem weiterhin einen Kontakt zwischen den leiblichen und den Adoptiveltern, um beispielsweise Bilder, Briefe und ähnliches austauschen zu können. Dies wird allerdings anonym über die Vermittlungsstelle ermöglicht.

Die offene Adoption hingegen unterscheidet sich von der letztgenannten Form in der Hinsicht, dass zwischen den leiblichen und den Adoptiveltern ein offener Kontakt besteht. Neben einem persönlichen Gespräch ergibt sich hier demnach auch der Austausch von Daten wie Name und Adresse. Besonders gängig ist diese Art der Form, wenn ein Kind bereits zur Pflege bei einer Familie ist und die leiblichen Eltern dieses Kindes zur Adoption freigeben. In diesem Fall besteht zwangsläufig eine offene Adoption.

Verwandtenadoption

Bei der Verwandtenadoption wird innerhalb eines Verwandtschaftsverhältnisses bis zum dritten Grad ein Kind adoptiert. So kann ein Kind zum Beispiel von seinen Großeltern, Tanten, Onkeln oder auch volljährigen Geschwistern adoptiert werden. Eine Verwandtenadoption wird zumeist erst dann umgesetzt, wenn ein Todesfall gegeben ist oder ein anderer Grund besteht, der dazu führt, dass die Eltern des Kindes nicht mehr in der Lage sind, sich um ihr Kind zu kümmern und es zu umsorgen.

Stiefkindadoption

Im Jahre 2019 handelte es sich bei den meisten Adoptionen in Deutschland um die sogenannte Stiefkindadoption. Eine solche wird beantragt, wenn der eingetragene Lebens- oder Ehepartner bereits ein Kind aus einer vorherigen Beziehung in die Partnerschaft einbringt. Der neue, nicht mit dem Kind verwandte Partner adoptiert dann das Kind mit allen Rechten und Pflichten. Das Kind wird demnach durch die Stiefmutter oder den Stiefvater angenommen.

Adoption Volljähriger / Erwachsenenadoption

Auch ist die Adoption einer volljährigen Person möglich. Diese unterscheidet sich von den restlichen Adoptionsarten vor allem in ihren Rechtsfolgen. Welche Voraussetzungen an eine Erwachsenenadoption gebunden sind, wie das Verfahren dieser verläuft und welche rechtliche Folgen diese mit sich bringt, sehen sie hier.


Voraussetzungen einer Adoption

Mittelpunkt einer Adoption bildet das Kindeswohl. Daher sind einige Voraussetzungen zu erfüllen, um überhaupt adoptieren zu können:

Mindestalter

Bei einer Adoption in Deutschland müssen verschiedenste Voraussetzungen erfüllt sein. Entscheidend ist zunächst das Alter der Annehmenden. So wird vorausgesetzt, dass der Annehmende voll geschäftsfähig und mindestens 25 Jahre alt ist. Dabei ist es irrelevant, ob der Annehmende alleinstehend ist oder in einer Partnerschaft lebt. Bei einer gemeinsamen Adoption mit dem/der Ehepartner/in muss die andere Person hingegen mindestens 21 Jahre alt sein. So muss die Stiefmutter, die das Kind ihres Mannes aus vorheriger Beziehung adoptieren möchte, 21 Jahre oder älter sein.

Eine Altersbegrenzung hingegen besteht nicht. Jedoch sollte der Altersunterschied zwischen den Annehmenden und dem Adoptivkind nicht zu groß sein. Eine Begrenzung des Altersabstands ist gesetzlich nicht geregelt. Allerdings ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter der Ansicht, dass der Abstand maximal bei 40 Jahren liegen sollte. Die Möglichkeit der Adoption eines Säuglings endet daher zumeist nach dem 40. Lebensjahr.

Nachweise

Darüber hinaus müssen Annehmende bei einem Adoptionsverfahren einige Nachweise vorlegen. Dazu gehört zum einen ein Gesundheitszeugnis und zum anderen ein Führungszeugnis.

Ein Gesundheitszeugnis ist erforderlich, um einen Einblick in die gesundheitliche Verfassung des Annehmenden zu erlangen. Vorausgesetzt wird, dass die Adoptiveltern in der Lage sind, möglichst lang für das Kind zu sorgen. Bei einer lebensverkürzenden Krankheit wäre eine Adoption daher ausgeschlossen. Aber auch schwere Erkrankungen oder psychische bzw. psychosomatische Erkrankungen erschweren es, ein Kind für einen möglichst langen Zeitraum zu umsorgen. Daher ist eine Adoption auch im Falle einer Suchterkrankung ausgeschlossen.

Hinsichtlich des Führungszeugnisses ist lediglich eine Vorstrafe wegen beispielsweise Sexual- oder Körperverletzungsdelikten von Relevanz.

Persönlichkeit

Auch wird hinterfragt aus welcher Motivation heraus die Adoption eines Kindes gewünscht ist, ob die Fähigkeit, sich auf das Kind völlig einzulassen, gegeben ist und darüber hinaus die Bereitschaft der Adoptiveltern vorliegt, ihr zukünftiges Adoptivkind über dessen Abstammung bzw. Vorgeschichte aufzuklären.

Zustimmung der leiblichen Eltern

Um ein Kind adoptieren zu können, müssen die biologischen Eltern der Adoption zugestimmt haben. Dabei ist es irrelevant, in welchem Verhältnis die Eltern zueinanderstehen. Die Zustimmung muss von beiden Elternteilen kommen. So muss z.B. bei der Stiefkindadoption die Zustimmung des Elternteils vorliegen, der das Kind nicht weiterhin umsorgt.

Bei der Adoption eines Säuglings ist hinsichtlich des Zustimmungszeitraums zwischen Mutter und nicht ehelichen Vater zu unterschieden. So kann letzterer bereits vor der Geburt des Kindes seine Zustimmung erklären, wohingegen die Mutter Ihre Erklärung frühestens ab der neunten Woche nach der Geburt abgeben kann. Liegt von beiden Elternteilen eine Zustimmungserklärung vor und ist beim Vormundschaftsgericht eingegangen, ist die getroffenen Entscheidung unwiderruflich. Die leiblichen Eltern sind von ihren Pflichten und Rechten befreit und das Jugendamt übernimmt die Vormundschaft für das Kind.

Darüber hinaus ist ein Kind, welches älter als 14 Jahre ist, selbst in der Lage zu entscheiden, ob es der Adoption zustimmt oder nicht. Das heißt, dass bei Kindern unter 14 Jahren der Vormund seine Zustimmung erklären muss. Ab einem Alter von 14 Jahre erklärt der Vormund sowie das Kind die Zustimmung zur Adoption.

Auf die Zustimmungserklärung der biologischen Eltern kann jedoch auch verzichtet werden. Dies ist allerdings nur in absoluten Ausnahmefällen möglich.

Familienstand

Ein weiterer entscheidender Punkt der Adoption ist der Familienstand des Annehmenden. An diesen sind wiederum bestimmte Voraussetzungen geknüpft. So wird in § 1741 Abs. 2 BGB festgelegt, dass nichtverheiratete Personen nur alleine adoptieren dürfen, während sich Ehepaare gemeinsam zu einer Adoption entscheiden müssen und das Kind daher gemeinsam annehmen. Dabei ist es irrelevant, ob es sich um ein gleichgeschlechtliches Ehepaar handelt oder eben um ein heterosexuelles Ehepaar. Eine Ausnahme von der Vorschrift zu der gemeinsamen Adoption eines Ehepaares ergibt sich, wenn einer der Ehepartner nicht geschäftsfähig ist oder noch nicht 21 Jahre alt ist (vgl. § 1741 Abs. 2 S. 4 BGB). In solch einem Fall kann der Ehepartner, der bereits in der Lage ist, ein Kind zu adoptieren, dieses ausnahmsweise alleine annehmen.

Sonstige Voraussetzungen

Im Rahmen einer Adoption ist darüber hinaus auch zu prüfen, ob die Wohn- sowie wirtschaftlichen Verhältnisse des/der Annehmenden als ausreichend zu werten sind. Daher sollte für das Kind genügend Platz sein, um sich in dem neuen Wohnraum wohl zu fühlen und die Möglichkeit eines eigenen Rückzugsort zu haben.

Darüber hinaus müssen die wirtschaftlichen Verhältnisse der Adoptionseltern stimmen. So wird vorausgesetzt, dass der Lebensunterhalt des Kindes gesichert ist.

Auch sollte bei einer Adoption durch ein Ehepaar eine stabile Partnerschaft gegeben sein. Darüber hinaus sollten sie sich mit der Thematik zur Erziehung des Kindes auseinandergesetzt haben.


Ablauf, Kosten, Folgen im deutschen Adoptionsrecht

Wenn Sie sich dazu entscheiden, ein Kind zu adoptieren, müssen Sie sich bei dem örtlichen Jugendamt oder einer anerkennten Adoptionsvermittlungsstelle bewerben. Im Rahmen der Bewerbung führen Sie dann ein Informationsgespräch durch. Wenn Sie sich nach diesem Gespräch weiterhin für eine Adoption entscheiden, sind verschiedenste Unterlagen einzureichen. Dazu gehöre:

  • Bewerbung
  • Lebenslauf
  • Gesundheits- sowie Führungszeugnis
  • Nachweise zur Vermögenslage, Staatsangehörigkeit und vielem mehr
  • Heiratsurkunde
  • Ausgefüllter Antrag

Wenn alle Unterlagen eingereicht wurden, beginnt das Eignungsverfahren. Dabei wird von der zuständigen Stelle geprüft, ob Sie unter anderem die oben genannten Voraussetzungen (Alter, Wohn- und Vermögensverhältnisse etc.) erfüllen. Die Prüfung kann dabei sechs bis zwölf Monate andauern.

Nachdem die Eignungsprüfung abgeschlossen ist, wird von der zuständigen Stelle ein Kind für Sie gesucht. Aufgabe der Vermittlungsstellen ist, für zu vermittelnde Kinder die passende Eltern zu finden. Entscheidend ist daher bei der Suche, dass die Bewerber für die Adoption des Kindes geeignet sind. Berücksichtigt werden dabei die Persönlichkeit und besonderen Bedürfnisse des Kindes (§ 7 AdVermiG). Auch dieses Verfahren kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Aufgrund der hohen Anzahl von Bewerbern und der vergleichbar geringeren Anzahl an möglichen Adoptivkindern, entstehen hier zumeist Wartezeiten.

Wird jedoch ein Kind gefunden, für dessen Adoption Sie besonders geeignet sind, werden Sie darüber in Kenntnis gesetzt. Das Kind wird dann zur sogenannten Adoptionspflege bei Ihnen aufgenommen. Dabei handelt es sich um eine Pflegezeit, die gem. § 1744 BGB vor der Adoption vorausgesetzt wird. Diese Pflegezeit dauert ungefähr ein Jahr an und dient der Eingewöhnung des Kindes in die Familie. Innerhalb dieser Zeit bleibt das Jugendamt allerdings der Vormund des Kindes.

Nach der Pflegezeit muss zum Abschluss des Adoptionsverfahrens und einer rechtskräftigen Adoption bei einem Notar ein Annahmeantrag gestellt werden, welcher wiederrum dem Vormundschaftsgericht vorgelegt werden muss. Das zuständige Jugendamt reicht folglich ein Gutachten bei Gericht ein. Das Familiengericht prüft dann, ob die Adoption dem Wohle des Kindes entgegensteht oder nicht und entscheidet anschließend über Annahme der Adoption. Sind die Interessen des Kindes und der Bewerber nicht im Einklang, muss das Gericht die Annahme gem. § 1745 BGB versagen. Ist dies jedoch nicht der Fall, wird die Annahme des Kindes durch das Familiengericht beschlossen (vgl. § 1752 BGB).
Wenn Sie diesen Prozess durchlaufen und das Gericht der Adoption des Kindes zusagt, werden Sie aus rechtlicher Betrachtung zum Elternteil des Kindes.

Kosten

Bei einer Adoption fallen unter anderem Kosten für das Familiengericht und den Notar an:

Gerichtskosten Ca. 100 €
Antragserstellung (Notarkosten) Ca. 60 € (zzgl. Steuern)
Jede weitere Einwilligungserklärung (Notarkosten) Ca. 30 € (zzgl. Steuern)

Die Kosten sind jedoch von der Adoptionsart abhängig. So sind internationale Adoptionen erheblich teurer. Hier sind Reisekosten, Gebühren des Jugendamts, Kosten durch Vermittlungsstellen sowie eventuelle zusätzliche Anwalts- und Gerichtskosten zu beachten. Die internationale Adoption kann daher bis zu 20.000 €  kosten.

Folgen

Nach einer Adoption ändert sich der Geburtsname des Kindes. So ist der Familienname der Adoptiveltern oder des alleinstehenden Annehmenden nun der Geburtsname des Kindes. Hat ein Ehepaar im Zeitpunkt der Adoption keinen gemeinsamen Nachnamen, entscheidet das Paar gemeinschaftlich, welchen Namen das Kind annehmen soll. Auch die Änderung des Vornamens ist möglich.

Darüber hinaus ändert sich auch das Verwandtschaftsverhältnis des Kindes. Während es bei einer Verwandtschafts- oder Stiefkindadoption zumindest einen Teil der Verwandtschaftsverhältnisse beibehält, erlischt bei den anderen Adoptionsformen jegliches Verwandtschaftsverhältnis zu der leiblichen Familie. Das heißt, dass dem Kind keine erbrechtlichen Ansprüche sowie Unterhaltsansprüche aus seiner leiblichen Familie zustehen. Darüber hinaus besteht mit der Annahme der Adoption kein elterliches Sorge- und Umgangsrecht der biologischen Eltern mehr. Eine Ausnahme bildet hierbei jedoch die Adoption einer volljährigen Person. Die Verwandtschaftsverhältnisse dieser erlöscht nicht, sodass alle unterhalts- und erbrechtliche Ansprüche bestehen bleiben. Doch auch hier gibt es einige Ausnahmefälle.

Internationale Adoptionsrecht

Auch ist die Adoption eines Kindes möglich, dass seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland hat. Dieses Verfahren wird wiederum von der zuständigen Auslandsadoptionsvermittlungsstelle durchgeführt. Zu beachten ist, dass bei einer internationalen Adoption nicht nur das deutsche Gesetz gilt, sondern auch das des Auslands.

Auch bei einer internationalen Adoption wird die Eignung der Bewerber anhand der oben genannten Kriterien geprüft. Für die Bewerbung sind dieselben Unterlagen einzureichen, die bei einer Inlandsadoption vorausgesetzt werden. Auch hier kommt es zu einer Überprüfung innerhalb eines Eignungsverfahrens. Zu beachten ist allerdings, dass die Eignung der Bewerber speziell für die Art der Adoption geprüft werden. Dabei wird besonders hinterfragt, wie die Bewerber zukünftig mit der Kultur des Kindes und Diskriminierungen umgehen würden. Die Überprüfung findet dabei durch eine Auslandsvermittlungsstelle statt.

Verläuft das Einungsverfahren positiv und eine Adoption kommt in Frage, wird die Bewerbung, ein Sozialbericht des Jugendamtes und alle weiteren benötigten Unterlagen an das Land übermitteln, in dem man adoptieren möchte. Auch hier besteht die Aufgabe der Vermittlungsstelle darin, für die zur Adoption freistehenden Kinder die passenden Eltern zu finden. Wird ein Kind gefunden, für dessen Adoption die Bewerber geeignet sind, müssen diese in das Herkunftsland des Kindes reisen und das Kind dort holen.

Während des gesamten Adoptionsverfahrens stehen den Bewerbern Mitarbeiter der zuständigen Stellen beratend zur Seite.

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