Deutsch-britische Scheidungen: Rechtsanwalt für Familienrecht

Kompetente Unterstützung in Krisensituationen

Deutsch-britische Scheidungen: 
Ihr Rechtsanwalt für Familienrecht

Kompetente Unterstützung in Krisensituationen

Unsere gleichermaßen qualifizierten wie erfahrenen Anwälte für Familienrecht beraten Sie umfassend zu Ihren deutsch-britischen Scheidungsangelegenheiten. Unser Rechtsteam berät britische Paare, die in Deutschland leben oder in Deutschland geheiratet haben sowie Paare mit anderen familiären Verbindungen in Deutschland. Unsere Anwälte verfügen über umfangreiche Erfahrung im deutschen Scheidungsrecht und stehen Ihnen während des gesamten Prozesses mit Rat und Tat zur Seite.

Komplikationen bei deutsch/britischen Scheidungsfällen

Aufgrund der juristischen Komplexität von grenzüberschreitenden Scheidungen ist eine zuverlässige Beratung durch Experten im Familienrecht erforderlich. Wir bieten all unsere Dienstleistungen sowohl in deutscher wie auch englischer Sprache an. Wenn Sie kein deutscher Muttersprachler sind (oder nur über begrenzte Deutschkenntnisse verfügen), stellt unser Team sicher, dass Sie über das Verfahren in Deutschland umfassend informiert sind und eine klare Anleitung in englischer Sprache erhalten. Der Brexit hat viele der Fragen, die mit binationalen Scheidungsfällen verbunden sind, verkompliziert (einschließlich Aufenthaltsgenehmigungen und Fragen der Staatsbürgerschaft). Unser Team verschafft Ihnen einen Überblick über die familienrechtlichen Bestimmungen, die bei Ihrem Fall beachtet werden müssen.

Wenn ein deutsch/britisches Paar gemeinsame Kinder hat, kann dies zu weiteren Komplikationen bei der Scheidung führen, wie z.B. Verzögerungen beim Kindes- und Ehegattenunterhalt. Durch die Zusammenarbeit mit unseren Anwälten können die damit verbundenen Risiken minimiert werden. Wir arbeiten mit Mandanten aus der ganzen Welt zusammen und erarbeiten für Sie klare und praktikable Strategien und Vorgehensweisen für Ihren Scheidungsfall.

Als multidisziplinäre Kanzlei analysiert Schlun & Elseven Ihren Fall aus allen rechtlichen Blickwinkeln. Oft haben das Steuer- und Ausländerrecht sowie weitere Rechtsgebiete einen erheblichen Einfluss auf Scheidungsfälle und erfordern aufgrund dessen besondere Beachtung.

Rechtliche Fragen zum Umgangs- und Sorgerecht

Bei Scheidungen in Deutschland neigen die deutschen Gerichte oftmals dazu, den Ansatz zu verfolgen, dass das Kind vom Umfang mit beiden Eltern profitiert. In Fragen des Sorgerechts gilt das Wohl des Kindes als allgemeine Regel. Während des Scheidungsverfahrens können die Eltern freiwillig auf das gemeinsame Sorgerecht verzichten. Außerdem kann ein Elternteil den Entzug des gemeinsamen Sorgerechts beantragen, wenn der Verdacht vorliegt, dass das Sorgerecht des anderen Elternteils „schädlich“ für das Kind ist. Ob der verbleibende Umgang schädlich ist, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Sofern Sie ein solches Vorhaben verfolgen, ist eine Beratung durch einen erfahrenen Anwalt für Familienrecht stets zu empfehlen.

Eine weitere Gefahr, die bei einer Scheidung besteht, ist die Möglichkeit einer internationalen Kindesentführung. Das gemeinsame Kind kann ohne die Zustimmung des anderen Elternteils nach Deutschland oder ins Vereinigte Königreich verbracht werden. Ein solches Vorgehen kann für den betroffenen Elternteil und das Kind (bzw. die Kinder) sehr belastend sein. Unsere Experten für Familienrecht erläutern Ihnen Ihre rechtlichen Möglichkeiten und bieten Ihnen die in solchen Fällen erforderliche rechtliche Vertretung.

Aufteilung des Vermögens bei einer Scheidung: Persönlich und geschäftlich

Die Aufteilung des Vermögens nach einer Scheidung führt nicht selten zu Streitigkeiten. Der Ehevertrag kann einen Rahmen für die Aufteilung von Eigentum und anderen Vermögenswerten bieten. Die Ehegatten können sich zudem mit ihren jeweiligen Anwälten über die Aufteilung des Vermögens beraten. Wie das Vermögen schlussendlich aufgeteilt wird, hängt oft auch von der Art des Vermögens ab und davon, ob es vor oder nach der Ehe erworben wurde. Im Allgemeinen wird das während der Ehe von beiden Partnern erworbene Vermögen nach deutschem Scheidungsrecht aufgeteilt.

Diese Schritte können auch für Schulden gelten. Ist ein Ehegatte alleiniger Eigentümer einer Immobilie oder eines Vermögenswerts, so haftet er alleine für die diesbezüglichen Schulden. Wenn einer der Ehegatten vertraglich verpflichtet ist, ein Defizit zu finanzieren, muss er es in den meisten Fällen auch zurückzahlen.

Die Aufteilung des Vermögens richtet sich danach, wer der offizielle Eigentümer des Vermögens ist. Wenn ein Ehegatte nicht zur Finanzierung der Immobilie beigetragen hat, wird diese bei der Scheidung in der Regel nicht als teilbar angesehen. Die Aufteilung des Familienheims ist jedoch ein komplizierterer Prozess, bei dem unter Umständen oftmals kreative Lösungen gefunden werden müssen, wie z.B. durch den Auskauf des Ehegatten, die Übertragung des Eigentums auf die Kinder oder durch den Verkauf der gemeinsamen Immobilie.

Unternehmer mit Betriebsvermögen müssen sich zudem der besonderen Schwierigkeiten im Falle einer deutsch-britischen Scheidung bewusst sein. Gibt es keinen Ehevertrag mit klaren Vorgaben für dieses Vermögen, kann dies für das Unternehmen zu erheblichen Herausforderungen führen.

Scheidungsverfahren: umfassende Rechtsberatung mit Schlun & Elseven

Eine Scheidung in Deutschland erfolgt, wenn eine Ehe gemäß § 1565 Abs. 1 BGB als gescheitert gilt. Das Scheitern einer Ehe kann der Mandant dadurch nachweisen, dass keine eheliche Lebensgemeinschaft mehr besteht und nicht zu erwarten ist, dass diese wiederhergestellt wird (§ 1565 Abs. 2 BGB). In der Praxis liegt demnach ein solches Scheitern vor, wenn das Paar nicht mehr zusammenlebt (§ 1567 Abs. 1 BGB).

Internationale Scheidungsfälle können aufgrund der Frage, nach welchem Rechtssystem die Scheidung erfolgen soll, noch verkompliziert werden. Es ist daher ratsam, sich von erfahrenen Anwälten beraten zu lassen, bevor Sie sich für eine Scheidung entscheiden. Unsere Anwälte bieten Ihnen umfassende Rechtsberatung bezüglich der Vorteile sowie Risiken einer Scheidung nach dem deutschen Recht. Wird der deutsche Rechtsweg gewählt, beantworten wir Ihnen sämtliche Fragen zu den üblichen Fristen, Kosten sowie dem Ablauf eines Gerichtsverfahrens.

Sollte Ihr deutscher Aufenthaltstitel an Ihren Ehestand geknüpft sein, berät Sie unser Team über Ihre rechtlichen Möglichkeiten, um weiterhin in Deutschland bleiben zu können. Der Status der Aufenthaltserlaubnis nach der Scheidung hängt in der Regel davon ab, wie lange die Ehe bestand, wobei die deutschen Gerichte Ehen, die weniger als drei Jahre andauerten, weniger günstig beurteilen. Wenn die Ehe länger als drei Jahre bestand, wird dem geschiedene Ehepartner, der nicht deutscher/EU-Bürger ist, in der Regel ein weiteres Jahr Aufenthalt nach der Scheidung gewährt. Es wird jedoch dringend empfohlen, in dieser Zeit eine qualifizierte Arbeitsstelle in Deutschland zu finden, um den Aufenthalt zu sichern. Unsere Anwälte verschaffen Ihnen einen umfassenden Überblick über Ihre rechtlichen Möglichkeiten.

Ehevertag: Ausarbeitung und Verhandlung

Der Ehevertrag dient als Grundstein der Ehe in Deutschland. Unsere Anwälte beantworten Ihnen sämtliche Fragen zum Ehevertrag und entwerfen solche Vereinbarungen für Sie mit der größten Sorgfältigkeit. Bei einer Scheidung sollten sich die Beteiligten jedoch bewusst sein, dass die Klauseln im Ehevertrag nicht immer durchsetzbar sind. Klauseln, die die Nichtzahlung von Kindes- oder Ehegattenunterhalt vorsehen, können als unwirksam angesehen werden. Wenn das Gericht einen Ehevertrag als ungerecht oder einseitig ansieht, kann es in die Angelegenheit eingreifen.

Eheverträge können im Laufe der Zeit geändert und angepasst werden. Unsere Anwälte für Familien- und Scheidungsrecht beraten Mandanten umfassend zu Eheverträgen – einschließlich britischer Eheverträge und deren Durchsetzbarkeit in Deutschland.

Ehegattenunterhalt, Alimente und Kindesunterhalt

Unsere Anwälte für Familienrechtbieten eine gleichermaßen kompetente wie engagierte Rechtsberatung zu allen Fragen rund um Kindesunterhalt, Alimente und dem Ehegattenunterhaltsrecht. Der Ehegattenunterhalt gilt grundsätzlich für die Zeit der Trennung. Nach dem deutschen Recht müssen Paare ein Jahr getrennt leben, bevor sie eine Scheidung beantragen können. Eine Ausnahme besteht in den Fällen des § 1565 Abs. 2 BGB, in denen die Fortsetzung der Ehe eine „unzumutbare Härte“ für den betroffenen Ehegatten darstellen würden. Sobald die Scheidung rechtskräftig ist, wird der Ehegattenunterhalt im Einzelfall festgelegt. Der Kindesunterhalt hat in diesem Fall Vorrang.

Die Unterhaltszahlungen für das Kind müssen von der Person geleistet werden, die als Vater des Kindes identifiziert wurde. Der Vater wird nach deutschem Recht identifiziert als:

  • der Mann, der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter verheiratet war,
  • der Mann, der die Vaterschaft anerkannt und unterschrieben hat,
  • der Mann, der vom Gericht als Vater anerkannt wurde.

Die Gerichte in Deutschland neigen oftmals dazu, die Düsseldorfer Tabelle als grobe Schätzung dessen zu verwenden, was ein Elternteil zahlen sollte. Diese funktioniert wie ein Recheninstrument, das den geschuldeten Betrag auf der Grundlage des monatlichen Einkommens des Elternteils, des Einkommens des Hauptbetreuers, des für den Unterhalt des Kindes erforderlichen Mehrbedarfs usw. festlegt. Die Düsseldorfer Tabelle wird zudem zusammen mit anderen Leitlinien des Familiengerichts verwendet. Im Allgemeinen wird jedoch von Fall zu Fall individuell entschieden.

Bei einer grenzüberschreitenden Scheidung kann die Durchsetzung von Unterhaltszahlungen für Kinder und Ehegatten einen komplexen Prozess mit sich bringen. Das Haager Protokoll für Kindesunterhalt ist ein Mittel, mit dem Gerichte im Ausland im Allgemeinen Entscheidungen anerkennen, die von anderen Mitgliedern des Abkommens (einschließlich Deutschland) getroffen wurden. Das Vereinigte Königreich ist ebenfalls Mitglied dieses Abkommens, was bedeutet, dass die dortigen Gerichte mit größerer Wahrscheinlichkeit den in Deutschland ergangenen Gerichtsentscheidungen in Unterhaltsfragen folgen werden. Unsere Anwälte beantworten Ihnen all Ihre Fragen zum Kindesunterhaltsrecht und zu Unterhaltszahlungen.

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