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Rechtsanwalt für Scheidungsrecht

Mit dem Entschluss, sich scheiden zu lassen, kommen bei den Ehepartnern oft Zweifel und Ängste auf. Insbesondere die Sorge um die eigenen Kinder sowie die mit der Scheidung einhergehenden finanziellen Folgen, erschweren die Auflösung der Beziehung. Daher sind eine gute Vorbereitung und ein planmäßiges Handeln nicht nur bei einer streitigen, sondern auch bei einer einvernehmlichen Trennung unbedingt erforderlich.

Sollten Sie Fragen zum Scheidungsrecht haben oder eine persönliche Rechtsberatung benötigen, wenden Sie sich an die Rechtsanwälte von Schlun & Elseven.

Unsere Anwälte für Scheidungsrecht stehen Ihnen während des gesamten Prozesses zur Seite.

Schlun & Elseven Rechtsanwälte bietet Mandanten umfassende rechtliche Unterstützung in familienrechtlichen Fragen.

Unsere Dienstleistungen

Im Scheidungsrecht unterstützen wir Sie unter anderem bei:


Vor der Trennung

Schon vor der Antragsstellung zur Scheidung sollten die notwendigen Vorkehrungen getroffen werden. Dies ist insbesondere dann zu empfehlen, wenn das Verhältnis des Ehepaares schon seit geraumer Zeit angespannt ist. Sie sollten vor allem handeln, wenn Sie befürchten, dass ihr Partner bereits Vermögenswerte entfernt. Daher ist es ratsam, sich einen Überblick über das Vermögen Ihrer Familie und Ihres Ehepartners zu verschaffen. Hier gilt es, relevante Belege und Dokumente zu sichern. Nach der Trennung haben Sie im Rahmen der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen einen Auskunftsanspruch. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass die Bereitschaft, Einblicke in die finanziellen Verhältnisse zu gewähren, häufig nicht gegeben ist. Dies führt dazu, dass der Auskunftsanspruch oftmals mit Hilfe eines Rechtsanwalts durchgesetzt werden muss.


Dokumentation ist der Schlüssel

Aus diesem Grund sollten Sie Kopien von Gehaltsabrechnungen der letzten zwölf Monate, die letzten drei Steuerbescheide, sämtliche Konten, Lebensversicherungs- und Bausparverträge, Kreditverbindlichkeiten, Notarverträge und andere relevante Dokumente sammeln.

Wenn Sie eine Immobilie mieten, empfehlen wir Ihnen außerdem, den Mietvertrag und den Kautionsnachweis zu sichern. Sollten Sie Ihrem Ehepartner eine Vollmacht für Ihr Bankkonto erteilt haben, empfiehlt es sich, diese schnellstmöglich zu widerrufen. Setzen Sie sich dazu mit der jeweiligen Bank in Verbindung und erklären Sie gegenüber dieser den Widerruf der Vollmacht.

Nach den oben genannten Schritten sollten Sie Ihrem Ehepartner unmissverständlich verdeutlichen, dass Sie die Ehe für gescheitert halten. Es empfiehlt sich, dies zu Beweiszwecken schriftlich zu dokumentieren, z.B. durch einen Anwalt. Nur so kann verhindert werden, dass Ihr ehemaliger Partner bei der Einreichung des Scheidungsantrags bestreitet, dass ein Trennungsjahr verstrichen ist. Denn das Trennungsjahr stellt eine Voraussetzung für einen erfolgreichen Antrag dar.


Vollzug der Trennung

Die Beendigung einer Ehe wird durch den Beschluss eines/r Familienrichters/in vollzogen. Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) enthält in den §§ 1564 ff. BGB die entsprechenden Vorschriften.

Eine Ehe gilt als gescheitert, wenn keine eheliche Lebensgemeinschaft mehr besteht. Erforderlich ist dazu die Auflösung der ehelichen Partnerschaft in jeder Hinsicht. In der Regel zieht einer der Ehegatten aus der gemeinsamen Wohnung oder dem gemeinsamen Haus aus. Sofern das Verlassen der gemeinsamen Ehewohnung etwa wegen gemeinsamer Kinder nicht möglich ist, müssen Sie innerhalb der Wohnung eine räumliche Trennung herbeiführen. Entscheidend ist, dass aus dem zuvor bestehenden Haushalt nun zwei Haushalte werden (vgl. BGH, Urt. V. 14.6.1978 – IV ZR 164/77 (Düsseldorf)). Dies bedeutet beispielsweise, dass für den anderen Ehegatten ab sofort keine Versorgungsaufgaben im Haushalt übernommen werden dürfen. Dazu gehören Wäsche waschen, Kochen, Einkaufen und einiges mehr. Darüber hinaus müssen in Bezug auf weiterhin gemeinsam genutzte Räume, wie die Küche oder das Bad, Absprachen getroffen werden. Diese sollten am besten schriftlich dokumentiert werden. Gerne helfen unsere Anwälte Ihnen dabei.


Scheidung nur bei Scheitern der Ehe

Entscheidend ist, dass das deutsche Recht die Möglichkeit einer Scheidung grundsätzlich nur dann vorsieht, wenn die Ehe gescheitert ist (§ 1565 Abs. 1 S. 1 BGB). Dies ist der Fall, wenn keine eheliche Partnerschaft mehr besteht und überdies keine Wiederherstellung zu erwarten ist (§ 1565 Abs. 1 S. 2 BGB). Dies gilt vor allem dann, wenn das Paar getrennt voneinander lebt, d.h. wenn keine häusliche Gemeinschaft mehr besteht (§ 1567 Abs. 1 BGB). Die Trennung der häuslichen Gemeinschaft ist unter Umständen zu beweisen, insbesondere wenn einer der Ehegatten die Scheidung wünscht, während der andere an der Ehe festhalten möchte. Denn eine Ehe gilt im Streitfall erst dann unwiderlegbar als gescheitert, wenn die (ehemaligen) Ehegatten drei Jahre getrennt voneinander gelebt haben (§ 1566 Abs. 1 BGB).

Diese Überlegung kann jedoch im Einzelfall widerlegt werden. Selbst wenn der andere Ehegatte an der Ehe festhalten möchte, kann es möglich sein, sich vor dem Verstreichen der drei Trennungsjahre scheiden zu lassen. Dies erfordert eine ausführliche Darstellung vor Gericht durch einen erfahrenen Rechtsanwalt. Unser fachkundiges Team steht Ihnen gerne beratend zu Seite.


Auszug eines Ehepartners

Der Auszug eines Ehepartners muss wohl überlegt sein, da dieses Handeln mehrere Konsequenzen nach sich ziehen. Insbesondere dann, wenn gemeinsame Kinder involviert sind, kann ein Auszug ohne diese, zu negativen Auswirkungen hinsichtlich der Frage nach dem Aufenthaltsbestimmungsrecht der Kinder oder sogar des Sorgerechts führen. Daher sollte dieser Schritt gut überlegt sein. Nähere Informationen finden Sie unter dem Abschnitt „Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht“.

Überdies stellt sich die Frage, welcher Ehegatte die ehemals gemeinsame Wohnung weiter nutzen darf. Zieht ein Ehegatte aus und zeigt keine ernsthafte Absicht zur Rückkehr, wird davon ausgegangen, dass er sein Nutzungsrecht an den anderen Ehegatten abtritt. Daher sollte vor dem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung eine rechtliche Beratung in Anspruch genommen werden.


Beantragung einer Scheidung – Anwaltszwang

Die Beantragung einer Scheidung muss bei dem zuständigen Familiengericht eingereicht werden. Aufgrund des bestehenden Anwaltszwangs vor Familiengerichten (§ 114 FamFG) muss die Einreichung durch einen von Ihnen beauftragten Rechtsanwalt erfolgen. Es bedarf sowohl bei dem Aufsetzen des Scheidungsantrags als auch bei der Einreichung dessen und darüber hinaus für jeden Termin vor dem zuständigen Familiengericht einer anwaltlichen Vertretung.

Erfolgt die Scheidung einvernehmlich, reicht ein Ehepartner – vertreten von einem Rechtsanwalt – den Scheidungsantrag ein und der andere Ehepartner schließt sich diesem Antrag an. In solch einem Fall bedarf es keines weiteren Anwalts. Sind die Eheleute sich jedoch uneinig, benötigt jede Person einen eigenen Rechtsanwalt.


Scheidungsunterlagen

Für der Einreichung des Scheidungsantrags durch Ihren Anwalt sind folgende Unterlagen erforderlich:

  • Heiratsurkunde,
  • Geburtsurkunden der gemeinsamen Kinder,
  • anwaltliche Vollmacht,
  • Formulare zur Versorgungsausgleichsbeantragung,
  • Ehevertrag oder Scheidungsfolgevereinbarung (falls vorhanden),
  • Antrag für Verfahrenskostenhilfe (falls notwendig).

Kosten einer Scheidung

Wenn man von einer einvernehmlichen Scheidung ausgeht, sind die Kosten einer Scheidung durchaus gut zu überblicken. Denn die Scheidungsverfahrenskosten bestehen aus den Anwaltskosten und den anfallenden Gerichtskosten. Dabei werden die Anwaltskosten nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz gem. § 13 RVG bestimmt. Die Gerichtskosten richten sich nach § 34 Gerichtskostengesetz (GKG).

Insgesamt richten sich die Kosten nach dem Gegenstandswert. Dieser setzt sich aus dem Nettoeinkommen der Eheleute innerhalb von drei Monaten zusammen. Auch die Anzahl der unterhaltsberechtigten Kinder und das Vermögen der Eheleute spielen eine Rolle. Allerdings können bei einem Versorgungsausgleich weitere Kosten entstehen.


Konsequenzen der Trennung

Durch eine Trennung bzw. Scheidung können weitreichende Konsequenzen eintreten. Dabei sind leider häufig Streitigkeiten zu erwarten, bei denen wir Ihnen juristische sowie zwischenmenschliche Unterstützung bieten können.

Nach einer Scheidung kann grundsätzlich ein Anspruch auf Ehegattenunterhalt und Kindergeld bestehen. In der Praxis führt die Ermittlung der genauen Kosten oft zu Problemen, die von Fachleuten gelöst werden müssen. Unsere Experten helfen Ihnen gerne bei der Erläuterung des Versorgungsausgleichs, der durch das Familiengericht durchgeführt wird.


Sorgerecht & Aufenthaltsbestimmungsrecht bei Kindern nach einer Scheidung

Sind gemeinsame Kinder involviert, werden neben den Fragen nach dem Kindesunterhalt auch oftmals solche zum Sorgerecht und zum Aufenthaltsbestimmungsrecht relevant. Insbesondere Fragen, die für die Zukunft der Kinder entscheidend sind, sollten sorgfältig und gewissenhaft geprüft werden. Entscheidend ist immer das Wohl der Kinder. Daher sollten die Eltern versuchen, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Die rechtliche Beratung durch einen erfahrenen Anwalt kann hier helfen.

Als Folge der Scheidung wird das Vermögen der ehemaligen Ehegatten neu aufgeteilt. Die Aufteilung dieses Vermögens hängt davon ab, ob die Eheleute in einer Zugewinngemeinschaft (§ 1363 BGB, was in der Regel der Fall ist, wenn nichts anderes bestimmt worden ist), in Gütertrennung (§ 1414 BGB) oder in einer Gütergemeinschaft (§ 1415 BGB, wenn dies im Ehevertrag vereinbart wurde) gelebt haben. Bei jedem Modell gestaltet sich die Aufteilung des Vermögens nach einer Trennung anders und ist vom konkreten Fall abhängig. Um sicherzustellen, dass Sie das erhalten, was Ihnen zusteht, raten wir Ihnen, sich mit unseren Anwälten in Verbindung zu setzen.

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